Freitag, 11. Oktober 2019

Meinung zu: 54 Minuten


Titel: 54 Minuten
Autor: Marieke Nijkamp
Seiten: 336
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 22.05.2019

Klappentext

10.00 Uhr
Die Direktorin spricht den letzten Satz ihrer Begrüßungsrede zum neuen Schuljahr.
10.02 Uhr
Die Schüler stehen auf und machen sich auf den Weg in die Klassenräume.
10.03 Uhr
Die Türen der Aula sind blockiert, Unruhe bricht aus.
10.05 Uhr
Eine Tür geht auf. Jeder hat Angst vor dem Jungen mit der Waffe.
»Peng, peng, du bist tot«, sagt Tyler, dann drückt er ab.

54 Minuten. So lange dauert der Amoklauf an der örtlichen Highschool einer fiktiven
Kleinstadt in den USA. Ein exakt durchkomponierter Racheakt – erzählt aus vier Perspektiven.

Meine Meinung

Das Thema von Amokläufen ist ja, leider, immer mal wieder in den Medien präsent.
Ich denke, niemand kann sich vorstellen wie es wirklich ist, wenn man es nicht selbst erlebt hat und niemand wünscht sich oder anderen einen Amoklauf erleben zu müssen.

Das Buch "54 Minuten" spielt in einer fiktiven Kleinstadt und handelt von einem fiktiven Amoklauf.
Wir erleben die Perspektive von 4 Schülern der betroffenen Highschool. welche in verschiedenen Beziehungen zum Täter stehen.
Am Anfang hatte ich mit dem Perspektivwechsel etwas Probleme, gerade wenn z.B. von "ihrem Bruder" gesprochen wurde, denn je nachdem wer gerade erzählt handelt es sich dabei natürlich um eine andere Person.
Als ich mich erstmal an diesen Stil gewöhnt hatte und die Personen etwas besser zuordnen konnte, fiel das Lesen auch leichter.
Was die Handlung angeht, spielt das Buch insgesamt in einem Zeitfenster von 54 Minuten, was einem beim Lesen natürlich viel länger vorkommt, da man die angegebenen Zeiträume von wenigen Minuten aus allen vier Perspektiven erlebt.
Was nicht heißen soll, dass das Buch kein Tempo hat, aber etwas gestolpert bin ich manchmal dann schon.
Den Inhalt des Buches zu bewerten finde ich schwierig, denn meiner Meinung nach wird es schon sehr spannend und fesselnd dargestellt und auch gerade durch die verschiedenen Wahrnehmungen der Situation fühlt man sich als Leser sehr in die Situation aus.
Das Buch geht nicht auf die direkten Beweggründe des Täters ein oder gibt Handlungsempfehlungen, was meiner Meinung nach genau richtig ist, denn ein Amoklauf ist wohl nichts, was man mit einem Schema F angehen kann.

Ich würde das Buch definitiv empfehlen wenn man Lust hat sich mit dem Thema zu beschäftigen und bereit ist, sich davon mitreißen zu lassen und darüber nachzudenken.  

1 Kommentar:

  1. Hey Meike,

    auf das Buch bin ich schon bei der Erstveröffentlichung aufmerksam geworden, aber da habe ich nicht so viel gutes gehört, weshalb ich es nicht auf meine Wunschliste gesetzt habe.

    Das Thema finde ich schon sehr spannend und habe es unter anderem bei Jodi Picoult und Morton Rhue schon gelesen.

    Es freut mich, dass dir das Buch ganz gut gefallen hat. Vielleicht muss ich einfach mal einen Blick in die Leseprobe werfen und dann entscheiden :)

    Liebe Grüße
    Julia

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Liebe Grüße, Meike