Mittwoch, 23. Mai 2018

[Rezension] Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Genki Kawamura - Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden


Bibliografische Angaben

Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
Autor: Genki Kawamura
Seiten: 192
Verlag: C.Bertelsmann
Originaltitel: If cats disappeared from the world
ISBN: 978-3-570-10335-7
Erscheinungsdatum: 23.04.2018
Preis: 18.00€ HC

Klappentext

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ... 

Rezension

Bei diesem Buch hat mich tatsächlich der Titel als erstes auf das Buch aufmerksam gemacht, der denn allein ist schon super interessant finde ich und als Katzenliebhaber musste ich da natürlich mal hinter die Fassade schauen. 

Ich muss sagen, dass mit der Einstieg in das Buch ganz gut gefallen hatte, denn wir erfahren nur das, was für die Handlung wirklich am wichtigsten ist und halten uns nicht mit langem geplänkel auf. Als dann der Teufel ins Spiel kommt und der erste Gegenstand, alle Telefone, verschwinden war ich gespannt, was nun alles auf mich warten würde, an Erkenntnissen, denn wenn wir alle plötzlich ohne Telefone sind, das ist ja schon eine krasse Situation! 

Allerdings muss ich leider sagen, dass etwas enttäuscht wurde. Ich hatte tatsächlich im gesamten doch noch etwas mehr Tiefgang erwartet. Einfach mehr über die veränderte Situation. Es wird zwar angerissen, aber z.B. das Fehlen der Filme wird meiner Meinung nach gar nicht wichtig eigentlich. Als es dann um die Katzen geht, hat unser Prota endlich wichtige Erkenntnisse und das finde ich auch wichtig und interessant und die Situation mit der Katze hat mir wirklich sehr gut gefallen, aber das alles im Endeffekt dann doch nur auf diese familiäre Situation hinaus läuft fand ich dann doch etwas schwach ... hier waren meine Erwartungen einfach höher. 

Andererseits habe ich überlegt, dass hier auch genau das die Intention sein könnte, dass der Leser sich Gedanken mach könnte, was diese Situation für Ihn bedeuten würde, ohne ihm schon zu viel vorzukauen so zu sagen. Ich bin mir hier nicht sicher und finde, dass wenn dies so sein wollte, der deutliche Anstoß fehlt. 

Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht und besonders die Szenen mit der Katze Weißkohl fand ich super zu lesen. Nur die gesamte Auflösung war mir einfach ein bisschen zu wenig, bzw. denke ich, dass man noch etwas mehr aus diesem Setting hätte herausholen können. 

Kommentare:

E. Mager hat gesagt…

Hallo Meike,
ich komme gerade mal vorbei, weil ich Dich im #LITNETZWERK gefunden habe.
Schöner Blog! Gefällt mir.
Liebe Grüße
Erika

TheReal Kaisu hat gesagt…

Der Titel ist wirklich ein Magnet!
Und irgendwie hast du mich, wegen der Kritik - oder gerade wegen der Kritikpunkte - darauf neugierig gemacht.
Ich merk es mir mal vor :D

Pink Anemone hat gesagt…

Hallo Meike,
ich bin durch das Litnetzwerk auf Deinen Blog gestoßen und gleich mal bei Deinem ersten Artikel, dieser Rezension, kleben geblieben. Der Titel ist ja schon mal mega und ich denke aus dem Buch hätte man viel machen können. Trotz Deiner Kritik überlege ich jetzt gerade, ob es nicht trotzdem auf meine WL landen soll..ach, weißt Du was...ich mach es einfach. Denn irgendwie hast Du mich schon bissl angefixt *g*
So, und ich stöbere jetzt noch ein bissl weiter.

Liebe Grüße aus Wien
Conny

Mila hat gesagt…

Das Buch steht für nächste Woche auf dem Plan, bin mal gespannt wie es mir gefällt, Titel und Klappentext haben mich nähmlich sehr angesprochen...
Liebe Grüße aus dem Buchreich ♥ #litnetzwerk