Samstag, 30. Dezember 2017

[Rezension] Extinction

Kazuaki Takano - Extinction


Bibliografische Angaben

Titel: Extinction
Autor: Kazuaki Takano
Seiten: 560
Originaltitel: Extinction
Erscheinungsdatum: 02.01.2015
ISBN: 978-3-570-10185-8
Preis: 14.99€

Klappentext

Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Rezension

Dieses Buch hat viele spannende Elemente und Ebenen, ist aber vielleicht auch gerade deswegen alles andere, als leichte Kost!

Ich bin ja sonst eher ein Leser von nicht all zu komplexen Geschichte die mich auf eine "leichte" Art und Weise unterhalten, dieses Buch ist alles, nur das ganz sicher nicht! Nichts desto trotz war das Buch definitiv ein Lesehighlight für das es sich lohnt dran zu bleiben. 

Als Leser wird man in dieser Story auf 3 verschiedenen Ebenen / Handlungssträngen an den Inhalt des Buches herangeführt. Wir gehen mit Jonathan Yaeger in den Kongo, forschen mit Kento Koga in Japan und erleben den amerikanischen Präsidenten und seine Berater in Amerika. All diese Handlungsstränge für sich sind schon recht Komplex, aber zusammen ist die Storyline einfach nur spannend, greift super ineinander und hat mich sowohl gefesselt als auch schockiert und nachdenklich gemacht. 
Man hat nach dem Buch das dringende Bedürfnis einige verwendete Begrifflichkeiten bzw. Gegebenheiten zu recherchieren. Was davon ist möglich, was ist reine Fiktion des Autors?

In dem Handlungsstrang um Jonathan Yaeger geht es sehr militärisch und auch entsprechend brutal zu, es wird zusammen mit anderen Söldnern in den Kongo geschickt um eine geheime Mission durchzuführen. Für mich, die mit militärischen Themen eher weniger vertraut ist, wurden hier viele Dinge gut erklärt und spannend und interessant beschrieben. Allerdings wird auch nichts beschönigt. Yaeger ist ein Mensch, es geht nicht alles spurlos an Ihm vorbei und eine unbedachte Tötungsmaschine ist er schon mal gar nicht ... oder?


Im Handlungsstrang um den jungen Doktoranden Kento wird es wirklich kompliziert finde ich, seine Forschungen werden ebenfalls recht ausführlich beschrieben, was ich gut finde, um das Thema wirklich greifbar und realistisch zu machen. Die Fachbegriffe und wissenschaftlichen Ausführungen machen diese Teile für mich am schwersten zu lesen und zu verstehen, andererseits auch interessant. Man darf sich einfach nicht abschrecken lassen und muss dran bleiben ;)

Die Teile mit der amerikanischen Regierung fand ich in so fern schockierend, als das hier "mal eben" über Dinge wie Leben und Tod entschieden wird, immer wieder hin und her, mal so mal so, je nachdem wer gerade einen Vorteil davon hat. Hier fängt man beim Lesen an, sich Gedanken zu machen in wie fern solche Entscheidungen wirklich so getroffen werden ...? 

Insgesamt stecken in diesem Buch einfach sehr viele verschieden Aspekte die den Leser fesseln können, wenn man bereit ist dem Buch eine Chance zu geben und beim Lesen wirklich aufmerksam zu sein, statt sich einfach nur berieseln zu lassen. 
Insgesamt aber definitiv eine Leseempfehlung!


1 Kommentar:

  1. Hallo Meike,

    mir ging es damals beim Lesen genauso wie dir. Besonders alles rund um Kenzo zerrte an meinen Nerven. Aber das Durchhalten lohnt sich definitiv.

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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