Samstag, 20. Mai 2017

[Rezension] Sommernachtsträume

Mary Kay Andrews - Sommernachtsträume


Bibliografische Angaben

Titel: Sommernachtsträume
Autor: Mary Kay Andrews
Seiten: 560 (481 Min)
Originaltitel: The Weekenders
Erscheinungsdatum: 25.04.2017
ISBN: 978-3-8371-3752-1
Preis: 14.99€

Klappentext

Riley Griggs schäumt vor Wut, als sie vergeblich an der Fähre auf ihren Ehemann Wendell wartet. Eigentlich wollten sie den Sommer auf der idyllischen Insel Belle Isle nutzen, um ihrer Tochter schonend beizubringen, dass sie sich scheiden lassen wollen. Doch aus Wut wird Besorgnis, denn Wendell bleibt verschwunden. Zu allem Überfluss findet Riley heraus, dass ihr Haus von der Bank gepfändet wurde und sie keinen Zugriff mehr auf ihre Konten hat. Als die Polizei sie auch noch wegen des Verschwindens ihres Ehemanns verdächtigt, macht sich Riley selbst auf die Suche nach Wendell. Unterstützt wird sie von Nate, der wieder auf der Insel wohnt und schon zu Jugendzeiten in Riley verliebt war. Mit ihm an ihrer Seite erkennt Riley, wie weit sie sich von ihren Träumen entfernt hat. Schafft sie es, sich auf ihre Stärken zu besinnen und ein neues Leben zu wagen?

Rezension

Mittlerweile habe ich ja doch das ein oder andere Sommerbuch von Mary Kay Andrews gelesen und muss sagen, dass ich finde, dass dieses etwas mehr aus dem Rahmen gefallen ist, als die anderen Sommerbücher der Autorin. 

Meiner Meinung nach steht bei diesem Buch für einen recht langen Zeitraum die Liebesgeschichte gar nicht so sehr im Vordergrund wie es sonst schon mal der Fall war. Klar, als Nate das erste Mal auftauscht, sieht man in ihm gleich den Potenziellen Kandidaten, allerdings gibt es in diesem Buch auch noch genug anderen Themen mit denen unsere Protagonistin beschäftigt ist. 

Dieser Aufbau hat mir ganz gut gefallen, es ist eben ein Frauenroman der auch eine längere Zeit oder den männlichen Prota in strahlender Rüstung auskommt. Was wohl auch daran liegen könnte dass der verschwunden männliche Protagonist wohl alles andere als ein Held und eher ein Bösewicht zu sein scheint. 

Mit Riley bin ich während der gesamten Handlung wirklich gut zurecht gekommen. Ich mag Ihre Art an die Dinge heran zu gehen. Sie versucht nicht den Überblick oder den Kopf zu verlieren, ist aber auch nicht so übertrieben stark, dass man sich von Ihr in die Ecke gedrängt fühlen könnte. Sie muss so viele Dinge unter einen Hut bekommen, dass es spannend ist hier dabei über die Schulter zu schauen. 

Was mich allerdings dann doch etwas gestört hat, dass der Teil um die Liebesgeschichte in meinen Augen doch etwas holperig gestaltet war. Wie oben schon erwähnt empfand ich diese eh eher als "Nebenhandlung" aber dann ging es plötzlich doch sehr stark voran, dann rücken wieder andere Dinge mehr als deutlich in der Vordergrund und plötzlich ist dann doch die romantische Beziehung wieder unfassbar wichtig ... das konnte mich leider nicht so ganz überzeugen, denn meiner Meinung nach hätte das ganze hier gar nicht unbedingt weiter in diese Richtung gehen müssen. Vielleicht hätte es dem Buch auch gut getan, wenn es ohne Kitsch ausgekommen wäre, denn das wäre doch auch mal eine nette und vor allem doch wohl auch realistische Alternative, oder?

Schade, dass hier gegen Ende dann doch einfach wieder in die Frauenroman-Klischeekiste gegriffen werden musste um bestimmte Erwartungen an ein Buch dieser Art zu erfüllen. 


Im großen und ganzen hat es mir definitiv gefallen, aber erfrischender hätte ich es wohl gefunden, wenn am Ende insgesamt etwas anderes dabei heraus gekommen wäre ;) 


1 Kommentar:

  1. Huhu,

    Also nach deiner Beschreibung hier klingt es fast gar nicht nach einem Buch von ihr. *lacht* Ich habe schon anderes von ihr gelesen und das war ja eher was fürs Herz♥ Das hier kratzt ja schon fast am Krimi. Deinen Kritikpunkt kann ich aber nachvollziehen. Ich mag es auch nicht wenn Autoren noch mit Wucht eine Romanze reinzwingen müssen.

    Tintengrüße von der Ruby

    AntwortenLöschen