Sonntag, 30. April 2017

[Rezension] Was du nicht siehst

Leonie Haubrich - Was du nicht siehst


Bibliografische Angaben

Titel: Was du nicht siehst
Autor: Leonie Haubrich
Seiten: 230
Erscheinungsdatum: 03.04.2017
ISBN: 978-1520989839
Preis: 9.99€ (TB)

Klappentext

Was ist Realität? Was Fantasie? Was Wahrheit? Was Täuschung?

Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz’ Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz’ Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg.

Rezension

"Was du nicht siehst" war für mich der zweite Thriller der Autorin, der mich durchaus gefallen mich aber leider nicht wirklich gefesselt hat. 

Wenn man den Klappentext zu "Was du nichts siehst" liest, klingt das Thema meiner Meinung nach auf jeden Fall sehr ansprechend, denn ich denke, dass es um etwas geht wozu in irgendeiner Weise jeder von uns eine Meinung hat. Wie würde ich selbst reagieren, wenn ich wüsste, dass mein Nachbar ein verurteilter Straftäter ist?

Der Einstieg in die Handlung hat mir in sofern gut gefallen, als das die Thematik mit den Nachtfaltern direkt aufgegriffen wird und man direkt herausfinden möchte, was es mit den Faltern auf sich hat und warum unsere Protagonistin sich so vor diesen Tierchen fürchtet. Die Thematik kommt auch im Verlauf des Buches immer wieder mal vor, was mir gefallen hat, allerdings muss ich sagen, dass mich dann die Auflösung dessen doch eher enttäuschte. Ich meine es wird so viel um das Thema angedeutet und dann war die Lösung des Erscheinens der Nachtfalter meiner Meinung nach doch eher banal.

Was den restlichen Fall angeht so fand ich die Aufmachung und die Handlung grundsätzlich nicht unspannend, allerdings konnte mich der Fall einfach nicht so sehr fesseln wie ich es von meinen favorisierten Psychothrillern kenne. Deswegen fand ich das Buch zwar nicht schlecht, aber einen richtigen Nervenkitzel hat sie Story bei mir einfach nicht ausgelöst. 

Was unsere Protagonistin angeht, so finde ich Liz an sich ganz sympathisch und man kann Ihre Handlungsweise durchaus nachvollziehen. Sie ist vom Charakter her eine Persönlichkeit die man sich durchaus gut in seiner näheren Umgebung vorstellen kann, Das gefällt mir gut, denn so kann man sich mir Ihr identifizieren und sich besser in Liz hineinversetzen.

Insgesamt muss ich einfach (leider) sagen, dass mich das Buch nicht komplett mitreißen und überzeugen konnte, da ich finde das manche der Themen doch irgendwie eher "oberflächlich" angerissen wurden. So z.B. die Situation vom Anfang mit der Schülerin die Probleme hat ... sie kommt später nochmal vor und dann verschwindet Sie von meinem Eindruck her plötzlich aus der Handlung und man fragt sich ein bisschen was das ganze nun eigentlich sollte in Bezug auf die restliche Handlung. 

Ich würde das Buch für die Leser empfehlen, die Lust auf einen Thriller / Krimi haben, der nicht all zu nervenaufreibend und spannend ist, aber dennoch Thrillerelemente hat. Wenn man jedoch, wie ich, von einem Psychothriller auch wirklich Nervenkitzel erwartet war mir das Buch leider doch etwas zu wenig spannungsgeladen ...

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