Montag, 10. April 2017

[Rezension] Die Tür

Richard Laymon - Die Tür 


Bibliografische Angaben

Titel: Die Tür
Autor: Richard Laymon
Seiten: 256
Reihe: Der Keller #4
Originaltitel: Friday Night in Beasthouse
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
ISBN: 978-3-453-67673-2
Preis: 9.99€

Klappentext

Tief und düster ragt es in die Nacht empor. Das sogenannte Horrorhaus. Schreckliche Morde sollen dort über die Jahrzehnte geschehen sein. Immer wieder ist die Rede von Bestien, die grausame Massaker in dem Haus angerichtet haben sollen. Doch wer soll solche Schauergeschichten schon ernst nehmen? Dem jungen Mark geht es vor allem darum, Alison zu beeindrucken. Das Mädchen verspricht ihm ein Date, eine Nacht im Horrorhaus. Im Keller des makabren Anwesens will Mark sich seinen Ängsten stellen – ohne zu wissen, dass ihn ein Inferno des Grauens erwartet …

Rezension

Ich möchte vorab sagen, dass ich die ersten 3 "Keller" Romane nicht vorher gelesen hatte, einfach weil ich fand, dass der Klappentext anmuten lies, dass man die Handlung auch ohne dies verstehen könnte, denn auf den ersten Blick klingt der Klappentext nach einem typischen Horror-Splatter Roman mit einem eher "klassischen" Setting!

Leider muss ich sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht wirklich erfüllen konnte ... ich habe jetzt schon ein paar Titel von Laymon gelesen und finde "Die Tür" von denen die ich kenne bisher am schwächsten ... was wohl auch daran liegen könnte, dass mir im Vorhinein nicht bewusst war, dass es sich bei "Die Tür" lediglich um eine Kurzgeschichte von etwa 120 Seiten handelt. Die restlichen Seiten des Buches sind mit einer weiteren Novelle "Die Wildnis" gefüllt und mit einer etwa 20 seitigen Leseprobe zu "Der Keller". Wie schon angemerkt, war diese Aufteilung für mich nicht vorher offensichtlich und ich war gelinde gesagt völlig überrumpelt, als die Story plötzlich vorbei war!

Zum Inhalt der Kurzgeschichte, der Anfang war mehr oder minder genau so wie ich es erwartet hatte und irgendwann gelangen wir dann mit Mark zusammen ins "Horror Haus", ab hier hatte ich erwartet mich durchaus zu gruseln und  die Seiten immer schneller umzublättern wenn die Bestie kommt ... leider weit gefehlt ... meiner Meinung nach gab es gute Ansätze für diese Spannung und ich war auch lange neugierig, aber als es dann zum Höhepunkt der Spannung kommt war ich einfach nur perplex ... wie gesagt, ich habe schon den ein oder anderen Laymon gelesen und habe durchaus verstanden, dass ich manche Szenen einfach nicht "zu ernst" nehmen sollte..hier konnte ich allerdings wirklich nur noch den Kopf schütteln. 

Das "Finale" der Kurzgeschichte war für mich einfach nur absurd und auf perverse Weise verstörend und stellt für mich nicht das dar, was ich von einem Horror Buch erwarte. Eigenheiten des Autors hin oder her, aber es hat mir einfach nicht gefallen und als die Story (für mich) dann auch noch unerwartet plötzlich vorbei war konnte ich dem Ganzen einfach gar nichts mehr abgewinnen.

Ich kann mir  gut vorstellen, dass man vielleicht eher Gefallen an der Geschichte finden kann, wenn man aus den anderen Büchern das Setting und "die Bestie" bereits kennt, einfach um schneller in den Horror des Hauses gezogen zu werden ... für mich hat dies wie gesagt nicht funktioniert.

Ich kann leider keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen, da es mich weder überzeugen noch gruseln oder fesseln konnte sondern wirklich enttäuscht hat.

1 Kommentar:

  1. Hey Meike,

    ich kann Richard Laymon´s Büchern echt überhaupt gar nichts abgewinnen. Tatsächlich habe ich nur eines gelesen - das hat mir gereicht ;)

    https://das-lyrische-wir.blogspot.de/2014/07/rezension-die-insel-von-richard-laymon.html

    Ganz, ganz schrecklich. Aber offenbar bist du nicht von vornerein abgeneigt gewesen. Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Viele, viele Leute mögen ja seine Bücher. Ich gehöre nicht dazu.

    Deine Rezi hingegen hat mir gut gefallen - vielleicht hätte ich einiges bei "Die Insel" auch nicht zu ernst nehmen sollen ;p

    Viele Grüße,
    Enni

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