Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders

Arno Strobel - Tiefe Narbe


Bibliografische Angaben

Titel: Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders
Autor: Arno Strobel
Seiten: 368
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 26.01.2017
ISBN: 978-3-596-29616-3
Preis: 9.99€

Klappentext

Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint … 
Ein echter »Strobel« mit einer gewohnt starken psychologischen Komponente und dem toughen jungen Ermittler Max Bischoff, der sich in einem Fall beweisen muss, der ihn vor die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere stellt.

Rezension

Der neue Thriller von Arno Strobel hat sehr stark angefangen, dann etwas nachgelassen, das Ende konnte mich dann aber doch wieder überzeugen.

Dieses Buch ist ja, soweit ich weiß, der Beginn einer mehrteiligen Reihe um das hier ermittelnde Team. Vorweg kann ich sagen, dass ich die beiden Ermittler bzw. vorwiegend natürlich Max Bischoff der ja unser direkter Hauptcharakter ist wirklich ganz sympathisch fand. Es ist wie für seinen Job notwendig natürlich nicht auf den Kopf gefallen und eine interessante Persönlichkeit. Er ist manchmal impulsiv und eckt bei seinen Kollegen an, kümmert sich aber auch sorgsam um Dinge und weiß wofür er einsteht. 

Was den Fall angeht, muss ich sagen, der Prolog hat mich auf eine Art und Weise einfach nur geschockt und ich musste nach diesen 3 Seiten schon einmal kurz durchatmen und darüber nachdenken, was für eine Szene der Autor mir da gerade vorgesetzt hat. Ich kann gar nicht so genau sagen warum, aber irgendwie fand ich die Szene einfach verstörend und war dementsprechend natürlich sehr gespannt auf den Fall. 

Allerdings hatte ich danach bzw. im Verlauf des Buches dann das Gefühl, dass die Handlung mich teilweise dann doch einfach nicht so richtig mitreißen konnte. Man kann jetzt nicht sagen, dass der Fall langweilig wäre, oder die Ermittlung auf der Stelle tritt oder etwas in dieser Art, aber ich fand es zwischendurch einfach nicht spannend genug. Gemessen an dem, wie sehr mich die Bücher von Arno Strobel sonst fesseln konnten. 
Auch kann ich nicht sagen, dass ich mit der Handlung an sich unzufrieden bin, es gibt den ein oder anderen Nebenstrang der toll gepasst und zur Haupthandlung beigetragen hat. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich die Ermittler total an ihrem Verdächtigen festgebissen haben wo ich mir dachte, dass das doch so einfach alles nicht sein kann ... wie gesagt, das Ende an sich hat mich dann auf jeden Fall noch überzeugen können und meiner Meinung nach auch gut zum Rest gepasst.

Insgesamt denke ich, dass das Buch für den Auftakt einer Reihe absolut in Ordnung ist, denn so bleibt noch Luft nach oben was die Gesamtspannung des Buches angeht und man kann neugierig bleibe, wie es nach diesem geschlossenen Fall, aber sonst durchaus noch anstehenden Entwicklungen von Max und Andeutungen am Ende noch auf uns zu kommt! 

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