Samstag, 18. Februar 2017

[Rezension] Die Frau des Zoodirektors

Diane Ackerman - Die Frau des Zoodirektors


Bibliografische Angaben

Titel: Die Frau des Zoodirektors 
Autor: Diane Ackerman
Laufzeit: ca. 455 Minuten
Originaltitel: The zookeeper's wife
Erscheinungsdatum: 31.10.2016
ISBN: 978-3-8371-3661-6
Preis: 19.99€

Klappentext

Während der Zweite Weltkrieg tobt, wird der Warschauer Zoo Schauplatz einer dramatischen Rettungsaktion, die über 300 Juden vor dem sicheren Tod bewahrt. Jan und Antonina Zabinski, der Zoodirektor und seine Frau, schmuggeln Juden aus dem Warschauer Ghetto auf das brachliegende Zoogelände, wo sie die Todgeweihten in den leeren Tierkäfigen vor den Nazis verstecken und ihnen damit das Leben retten. Eine wahre Geschichte aus dem besetzten Warschau des zweiten Weltkriegs. 

Rezension

Dieses Buch hat für mich eine tolle Mischung aus ernsthaftem Tatsachenbericht und schönem Roman rüber gebracht, die mich wirklich begeistern konnte, auch bei einem solch schweren Thema!

Die Lebensumstände der Juden während und nach dem zweiten Weltkrieg haben wir bestimmt alle schon im Geschichtsunterricht nahe gebracht bekommen und kennen die Schrecken und viele bewegende Geschichten die sich zu dieser Zeit ereignet haben. Von Menschen die zusammen halten um anderen zu helfen, die für ihre Sache kämpfen und Kopf & Kragen riskieren, manchmal sogar für völlig Fremde. 
Genau darum geht es auch in diesem Buch, denn wie Ihr im Klappentext schon lesen könnt, riskieren der Zoodirektor und seine Frau ziemlich viel um anderen Menschen, aber auch Tieren zu helfen und ein möglichst angenehmes Leben zu ermöglichen. 

Ich bin einfach wirklich angetan davon wie es dieses Buch schafft Tatsachen zu übermitteln und einem trotzdem das Gefühl zu vermitteln, dass man einen Roman hört. Trotzdem geht der Ernsthaftigkeit des Themas nichts verloren. Antonina ist eine extrem interessante Persönlichkeit vor der ich nur meinen imaginären Hut ziehen kann. Ich finde sie wirklich großartig. Sie gibt sehr viel und zieht Kraft aus den kleinen Dingen in Ihrem Leben. Sie scheint niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie schwierig die Situation auch scheint. 
Im Hörbuch wird man zwischendurch durch Aussagen wie "in Antoninas Aufzeichnungen" "laut ihrer Tagebücher" daran erinnert, dass es eben doch kein Roman ist, sondern auf wahren Tatsachen beruht. Was gleichermaßen erschreckend und doch irgendwie schön ist ... 

Mir hat die Story definitiv sehr gut gefallen und konnte mich überzeugen. Es hat mich irgendwie einfach alles sehr fasziniert. Was für wunderschöne Details diese Story ausmachen können, z.B. das Kaninchen von Antoninas Sohn, dass mich einfach verzaubern konnte. Ich frage mich einfach wie man in solch einer Zeit so viel Kraft aufbringen kann um so zu handeln wie Antonina und ihr Mann. 

Diese Story kann einen Mitreißen ohne Action zu brauchen, klar gibt es Stellen an denen es wirklich spannend und brenzlich wird, aber generell besticht die Spannung meiner Meinung nach nicht durch Spannung sondern einfach durch die interessanten Charaktere und die Umstände, die für mich, mit meinen 25Jahren aus einer Zeit kommen die ich nicht erleben musste. 

Ich kann das Hörbuch auf jeden Fall empfehlen wenn Ihr Lust habt euch darauf einzulassen!

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