Montag, 9. Januar 2017

[Rezension] Mein ist die Stunde der Nacht

Mary Higgins Clark - Mein ist die Stunde der Nacht


Bibliografische Angaben

Titel: Mein ist die Stunde der Nacht
Autor: Mary Higgins Clark
Seiten: 432
Verlag: Heyne
Originaltitel: Nighttime is mytime
Erscheinungsdatum: 05.10.2005
ISBN: 978-3-453-43152-2
Preis; 9.99€

Klappentext

Ein Fluch scheint über der ehemaligen Schulklasse von Jean Sheridan zu liegen. Bereits fünf ihrer früheren Mitschülerinnen sind auf tragische Weise ums Leben gekommen. Noch ahnt niemand, dass ein wahnsinniger Serienkiller, der sich selbst »die Eule« nennt, dahinter steckt. Wird er sein mörderisches Werk bei dem bevorstehenden Klassentreffen vollenden?

Rezension

Ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch nicht von der Autorin überzeugen konnte, da ich die Idee zwar ansprechend fand, die Umsetzung dann aber irgendwie unspektakulär ...

Ich meine vorne drauf steht "Roman", über dem Klappentext steht "Psychothriller"...dadurch hatte ich schon einige Erwartung an die Spannung in diesem Buch und dass durchaus ein bisschen Nervenkitzel geben würde, den ich leider nicht verspüren konnte ... 

Wir steigen mit dem Klassentreffen der Abschlussklasse von Jean Sheridan ein und lernen nach und nach die dortigen Ehrengäste kennen. Dass nicht alle sich grün sind, es verschiedenste Entwicklungen gibt ist zu erwarten und so müssen sich auch die Teilnehmer erst wieder kennen lernen. Ich fand es am Anfang etwas chaotisch zu lesen muss ich sagen, denn mit den ganzen Hintergrundinfos zu den einzelnen Teilnehmern kann man am Anfang nicht ganz viel anfangen. 
Als dann das erste Mal der Täter oder Bösewicht auf den Plan tritt, ist schnell klar, dass es irgendjemand aus der Klasse sein muss, der die Morde begeht, die Frage ist nur, wer? 
Die meisten Szenen sind aus der Perspektive von Jean geschrieben, wir wechseln aber auch zum Täter, der sich nur "die Eule" nennt, zu Laura Wilcox und einigen anderen Personen.

Das fand ich teilweise ganz spannend gemacht, andererseits hatte ich das Gefühl, dass dadurch die Handlung unnötig in die Länge gezogen wurde ... 

Von einem Thriller erwarte ich einfach, dass die Neugier auf den Täter & die Lösung mich so sehr fesseln, dass ich das Buch nur wiederwillig unterbreche und wirklich unbedingt wissen will ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege. In diesem Fall ist dies aber leider nicht eingetreten, denn aus dem Kreis der Verdächtigen war es mir dann irgendwie einigermaßen egal wer der Täter ist und was das Ganze soll, weil ich es einfach insgesamt nicht besonders plausibel und logisch fand ... da hat es dann auch das etwas erhöhte Tempo am Schluss nicht mehr rausreißen können ... 

Außerdem fand ich Jean keinen all zu ansprechenden Charakter, denn Sie ist zwar nicht auf den Kopf gefallen, aber für das was so um sie herum geschieht verhält Sie sich nicht wirklich logisch und in meinen Augen teilweise durchaus etwas naiv & dämlich ... 

Insgesamt konnte mich dieser Titel also nicht von Mary Higgins Clark als Autorin überzeugen, da ich zwischendurch wirklich kurz erwogen habe, das Buch abzubrechen ... von mir leider keine wirkliche Empfehlung!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen