Donnerstag, 29. Dezember 2016

[Rezension] Ein Sommer in Wales

Constanze Wilken - Ein Sommer in Wales


Bibliografische Angaben

Titel: Ein Sommer in Wales
Autor: Constanze Wilken
Seiten: 384
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 20.07.2015
ISBN: 978-3-442-47962-7
Preis; 8.99€ (TB)

Klappentext

Die sechzehnjährige Ally Carter verbringt die Sommerferien mit ihren Eltern und ihrem zehnjährigen Bruder Simon im walisischen Küstenort Cardigan Bay. Als sie sich eines Tages heimlich mit dem Studenten David verabredet, anstatt sich um ihren Bruder zu kümmern, macht sich Simon auf, um das geheimnisvolle Morlan House zu erkunden. Doch Simon kehrt nie zurück; am Abend wird seine Leiche in der Bucht gefunden. Zehn Jahre später: Als Ally den Auftrag erhält, einen Reisebericht über Cardigan Bay und Morlan House zu schreiben, muss sie sich ihren Schuldgefühlen und Ängsten stellen. Doch bei ihren Recherchen macht sie eine schreckliche Entdeckung ...

Rezension

Ich hatte mir von diesem Buch ein unterhaltsames, aber auch spannendes Familiendrama an der walisischen Küste erwartet und bin an dieser Stelle leider ein wenig enttäuscht worden, denn wirklich spannend fand ich die Geschichte nur ganz am Ende ... auf den letzten 30 Seiten etwa ... 

Insgesamt haben wir in der Geschichte zwei Zeitebenen, einmal als Ally 16 Jahre alt und mit ihren Eltern in Wales im Urlaub, in dem ihr kleiner Bruder Simon auf tragische Weise verunglückt ... der andere Handlungsstrang spielt Jahre später ... Ally hat den Tod ihres Bruder bis heute nicht verkraftet, bis sie für eine Story für das Reisemagazin für das sie arbeitet wieder nach Cardigan Bay reisen muss und sich erneut mit der Vergangenheit konfrontiert sieht ... 

Der Ansatz der Story hat mich wirklich sehr angesprochen, Simon ist ein mutiger Junge der eigentlich schon gut auf sich aufpassen kann ... doch trotzdem verunglückt er ... Ally kann einfach nicht glauben, dass ihr Bruder einfach verunglückt sein soll und beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen.
Ally fand ich als Charakter wirklich sympathisch, sie hat ihr Päckchen zu tragen und ist doch eine junge Frau die im Leben steht. Allerdings zeigt sie auch Schwäche aber gibt niemals auf. Das macht sie in meinen Augen zu einer starken Frau die sich im Verlauf des Buches toll entwickelt. 
Der männliche Protagonist, David war mir ebenfalls sympathisch. Er macht sich viele Gedanken um das was passiert ist und kümmert sich liebevoll um Ally. Er steht ihr bei, gibt nicht auf und setzte Himmel & Hölle in Bewegung um zu bekommen was er will. 

Allerdings muss ich leider sagen, dass mir die Entwicklung der Handlung an sich irgendwie zu langsam voran ging. Es dreht sich meiner Meinung nach alles recht lange im Kreis herum ohne wirklich neue Erkenntnisse in Bezug auf die Vergangenheit zu bieten. Es ist nicht so, dass mir die vielen Beschreibungen nicht gefallen hätten, aber ich hätte mir dann manchmal doch einfach etwas mehr Tempo gewünscht um mehr von dem Buch mitgerissen zu werden. Damit die Handlung einen mehr packt und etwas weniger seicht vor sich hin plätschert. Wirklich spannend fand ich dann nur die etwa letzten 30 Seiten. Da war ich auch durchaus nochmal ein wenig überrascht und fand es einen gelungenen Abschluss für die Story!

Insgesamt kann ich also sagen, dass mir das Buch durchaus gefallen hat, die Story eine schöne Grundidee hat, ich mir jedoch etwas weniger lange Szenen gewünscht hätte die nicht zum direkte Voranschreiten der Handlung beitragen. Trotzdem definitiv eine Empfehlung und ich werde mit Sicherheit auch noch einen weiteren Titel der Autorin lesen :)

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