Sonntag, 9. Oktober 2016

[Rezension] Das Ufer

Richard Laymon - Das Ufer 

Das Ufer

Bibliografische Angaben 

Titel: Das Ufer 
Autor: Richard Laymon
Seiten: 592
Originaltitel: The Lake
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
ISBN: 978-3-453-67647-3
Preis: 9.99€ (TB)

Klappentext

Der dunkle See … Das einsame Haus am Ufer … Zwei junge Menschen, die dort eine Liebesnacht verbringen wollen … Doch einer von ihnen wird den nächsten Morgen nicht mehr erleben … 18 Jahre später wird die Kleinstadt Tiburon von einem Serienkiller heimgesucht. Angst und Wahnsinn greifen um sich, und das Haus am Ufer wird wieder zum Ort unvorstellbaren Grauens!

Rezension

In Bezug zum Klappentext des Buches hat die Story zwar gehalten was er verspricht, allerdings muss man dafür auch die ein oder andere langatmige Stelle aushalten. 

Zu Beginn der Story hatte ich das Gefühl einen typischen Laymon zu lesen, es geht ordentlich zu Sache und ich durfte mir das beschrieben definitiv nicht zu detailliert vorstellen, dann hätte ich das Buch nach den ersten 10 Seiten abgebrochen. Auch die ersten Kapitel konnten mich noch ziemlich packen und nachdem ich die verschiedenen Zeitebenen durchblickt hatte fand ich den Handlungsstrang in der Vergangenheit wirklich spannend und auch ziemlich creepy. 

Dann allerdings beginnt die Handlung sich irgendwann ziemlich in die Länge zu ziehen und ich habe mich öfters gefragt auf was das ganze hinauslaufen soll bzw. wofür wir dieses ganze drumherumgerede brauchen. Klar, im Endeffekt hat alles gepasst und die letzten 150 Seiten fand ich dann auch wirklich nochmal spannend und gruselig, allerdings hätte man die Entwicklung dazwischen auch deutlich kürzer auf den Punkt bringen können, ohne dass der Story etwas abhanden gekommen wäre. 

Die Protagonisten fand ich an sich interessant, Leigh hat schon einiges durchgemacht und sich vor diesem Hintergrund ein gutes Leben aufgebaut. Sie hat eine jugendliche Tochter mit der sie sich super versteht, die beiden stehen sich sehr nah, doch trotzdem kennt Deana nicht die ganze Vergangenheit. 

Deanas Vorgehen fand ich teilweise auch sehr gut, denn sie handelt sehr erwachsen und überlegt, andererseits aber eben doch wie ein Teenie. Den Beginn ihrer neuen Beziehung fand ich zwar doch etwas überraschend und schnell, aber okay, darüber kann man hinweg sehen. 

Das Buch lässt sich flüssig lesen, an den Stellen an denen mir die Handlung zu langsam voranging habe ich die Seiten mehr überflogen als genau zu lesen, aber auch das hat gut funktioniert. Was natürlich auf der einen Seite schade ist, denn der Autor hat sich sicher viel Mühe mit allen Details gegeben aber ich wollte einfach zu sehr wissen was wirklich wichtiges passiert als mich ewig an diversen Kleinigkeiten aufzuhalten. 

Insgesamt war das Buch auf jeden Fall Spannend und an den entsprechenden Stellen wirklich der Horror, an anderen in meinen Augen aber leider zu langatmig. 



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