Donnerstag, 16. Juni 2016

[Krimiwoche] Autorenvorstellung Leonie Haubrich

Halli Hallo meine Lieben!

Wie ihr ja vielleicht schon gesehen habt nehme ich als Blogger an der Krimiwoche teil :)


Im Zuge dieses tollen online Events möchte ich heute die Autorin Leonie Haubrich vorstellen!

Wenn ihr mögt schaut auch gern auf der Homepage oder Facebookseite der Autorin vorbei...

Aber ich will gar nicht lange drum rum reden, los geht's mit dem Interview ...


Hallo! Möchtest du dich zu Beginn kurz vorstellen und mit 3 Worten beschreiben?

Zwei Namen, eine Autorin, die unter ihrem richtigen Namen Heike Fröhling Romane veröffentlicht, in der es im weitesten Sinne um die Liebe geht. Ihre Thriller erscheinen unter dem Namen Leonie Haubrich, weil „Fröhling“ nicht wirklich zu etwas Düsterem passt.
Meine erste Veröffentlichung hatte ich kurz nach dem Studienabschluss 1999 in einem Kleinverlag, inzwischen veröffentliche ich hauptberuflich als Verlagsautorin und Selfpublisherin.

In 3 Worten: kreativ, stur, viel unterwegs.

Wie bist du auf die Idee gekommen ausgerechnet Krimis/Thriller zu schreiben?


Was mich an Thrillern interessiert, sind die Abgründe der Seele. Warum gerät ein Leben aus den Fugen? Wie wird aus Liebe Hass? Was bringt Menschen dazu zu morden? Thriller zeigen Menschen in Extremsituationen, in denen die Regeln des Alltags nicht mehr gelten. Hier die Grenzen auszuloten, ist als Leserin und als Schreibende spannend.

Wenn du die Charaktere gestaltest, woher nimmst du die Eigenschaften, fließen manchmal Eindrücke von Menschen ein, die du kennst?  
     
Alle Figuren sind in der Hauptsache fiktiv, niemand wird jemanden davon in der Realität treffen. Und doch bestehen sie aus Beobachtungen im Alltag, aus der Überlegung: „Was wäre, wenn …“
Zum Beispiel beginnt das Buch „Am Anfang war die Stille“ mit einer Mutter, die aufwacht und nach langer Zeit mit einem Säugling zum ersten Mal wieder durchgeschlafen hat. Die Panik, das war meine eigene. Meine Tochter hat wirklich durchgeschlafen, obwohl sie vorher mindestens 3x in der Nacht aufgewacht war. Da stellte ich mir vor, was wäre, wenn ihr etwas passiert wäre? Ihr ist nichts passiert, ihr ging es gut. Aber wenn … wenn jemand sie entführt hätte … dann dürfte ich nicht die Person mit dem Hintergrund sein, die ich bin … dann muss es auch einen Grund geben, sie zu entführen … 
Manchmal sind es eigene Eindrücke, die den Anlass zu diesem „Was wäre, wenn …“ geben. Manchmal sind es Beobachtungen, wobei ich Fremde spannender finde als Freunde und Bekannte. Die erste Begegnung lässt viel mehr Raum für die Fantasie.

Sind dir „die Guten“ oder „die Bösen“ lieber?

In meinen Büchern gibt es die klaren Einteilungen eher nicht. Auch in meinem aktuellen Thriller „Je schwärzer die Nacht“ ist die Anwältin nicht wirklich „gut“, weil sie einen Fehler begangen hat, der schon fast unverzeihlich ist. Ich glaube nicht an das Gute ohne Schatten oder das Böse ohne Licht. Was ich mag, ist gerade das Verletzliche am Menschen, sperrige Figuren, die sich der Kontrolle entziehen, die genau das tun, was man nicht erwartet.

Wenn du einen Thriller beginnst, wie z.B. dein neustes Werk, hast du dann die Lösung oder den Beginn des Falls zuerst im Kopf? Oder hast du vielleicht eine ganz andere Art an den Schreibprozess heranzugehen?

Die Auflösung steht von Anfang an mit dem Beginn, das sind meine beiden Eckpunkte. Anfang und Ende. Daran ändert sich auch im Laufe des Schreibens nichts, nur der Weg dazwischen, der kann sich durch die Figuren noch verändern, wenn sie beim Schreiben zum Leben erwachen - und manchmal einfach nicht tun, was ich von ihnen will ;-)

Gibt es eine Thema oder eine Situation über die du auf keinen Fall schreiben würdest?


Serientäter, die aus rein psychopathischer Lust heraus morden. Leichen, nur als Stilelement, um die Spannung zu erhöhen. Brutale Mordszenen, das wird man bei mir nicht finden, weil ich es auch als Leserin persönlich nicht mag.

Was macht dir am „Autorin sein“ am meisten Spaß?

Die Freiheit auf allen Ebenen. Es ist das Schönste und manchmal das Schrecklichste zugleich. Wenn ich mir meiner Sache sicher bin, ist es wundervoll. Wenn ich gerne jemanden hätte, der mir sagt, was ich tun soll, weil ich es selbst nicht weiß, kann genau die Freiheit das Belastende sein.

Deine Krimis erscheinen unter dem Pseudonym Leonie Haubrich, magst du verraten warum? Wie bist du auf den Namen gekommen?

Ich hatte in der Familie überlegt, welcher Name sich von der Assoziation „Heike Fröhling - Inselsommer“ abhebt. Das war damals mein aktuelles Buch, das im Aufbau-Verlag erschienen war. „Leonie“, das kam von meinem Ältesten.  Bei den Nachnamen habe ich „Haubrich“ gewählt, weil alle anderen Kombinationen mit „Leonie“, die wir hatten, schon beim Googeln besetzt waren. Es sollte ein Name sein, der dann auch auf mich als Autorin verweist. Später, als der erste Thriller schon erschienen war, ich schon den Vertrag mit Amazon Publishing hatte, habe ich meine Jüngste gefragt, wie sie auf Haubrich eigentlich kam. Da sagte sie, sie dachte an „Hau mich“. Okay … Unabhängig davon gefällt mir die Kombination noch immer gut ;-)

Gehen wir ein bisschen Weg vom Thema schreiben, was liest du selbst gern? Hast du evtl einen Lieblingsautor?

Oja, auch wenn der wechselt. Wenn mich einmal die Begeisterung für einen Autoren oder eine Autorin gepackt hat, lese ich alle Werke, die mir in die Finger kommen. Zuletzt waren es: Michael Robotham, aktuell ist es Nina George. Melanie Raabe - als ich ihr Buch gelesen hatte, dachte ich auch „Wow“!

Wenn du dich mal nicht mit dem Schreiben beschäftigst, wie vertreibst du dir dann deine Zeit? Hilft dir das vielleicht trotzdem beim Schreiben?

Das Schreiben nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch mit allem Drumherum, an vielen Tagen ca. 10 Stunden. Und es gibt kaum Tage, an denen ich nicht schreibe, so dass neben der Familie kaum Raum für etwas anderes bleibt. Aber wenn ich mir freie Zeit gönne, dann wähle ich etwas, das mit dem Schreiben gar nichts zu tun hat: Wandern, Radfahren, mich um die Katzen kümmern, im Garten abhängen, Essen gehen, Konzerte besuchen. Lesen, das tue ich auch viel, aber das zähle ich nicht als Hobby, das fällt eher in den Bereich Sucht ;-)

Wenn du dir jetzt zum Abschluss noch etwas wünschen dürftest, was wäre es? ;)

Alltag. Einfach nur ein langweiliger, dahinplätschernder Alltag, das wäre wirklich wunderbar. Aber ich weiß nicht, ob ich das jemals hinkriege, heute packe ich, bin auf dem Weg nach Schottland für eine Recherchereise für den neuen Roman. 

Die Werke der Autorin "Leonie Haubrich"





Nach dem vielen Text haben wir uns noch eine Kleinigkeit für euch ausgedacht! Leonie Haubrich bzw. Heike Fröhling nimmt euch mit, auf eine Fotoreise durch ihren Alltag! 

Noch vor dem Frühstück wird das erste Mal zum Buch gegriffen ....


Doch auch lesen kann hungrig machen, also, Essen fassen & auch ein bisschen Beauty darf nicht fehlen, da sind wir Mädels doch alle ähnlich ;)









Das Fortbewegungsmittel darf natürlich auch nicht fehlen....

Wenn es dann ans Schreiben geht, darf es auch mal ein bisschen gemütlich sein am Arbeitsplatz, Leonie Haubrich hat nämlich eine "Schreibhose", klar ohne Laptop geht gar nichts und auch ein großes Kissen gehört dazu!



Gegen 17.00Uhr darf dann noch an frischer Luft und in der Natur entspannt werden, vor allem wenn das Wetter so schön ist <3



Der Tag wird dann wieder mit Buch beschlossen, also quasi wie er begonnen hat!


Ich persönlich finde es ja total cool, dass die Autorin mir diese Fotos aus ihrem Privatleben zur Verfügung gestellt hat um uns allen einen Einblick in ihren Tagesablauf zu gewähren <3

Vielen Dank an dieser Stelle!

Ich hoffe sehr dass euch der Beitrag gefallen hat und schaut doch gern mal auf den oben verlinkten Seiten vorbei :)

"Auf manche Nacht folgt kein Tag" habe ich quasi gerade beendet und HIER könnt ihr ab morgen die Rezi dazu finden, auch werde ich noch einen kleinen "Mein Tag in Bildern" Post aus meiner Sicht vorbereiten, so als Gegensatz Autor - Blogger quasi :D




Kommentare:

  1. wow toll und tolle Einblicke in das Leben der Autorin.

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  2. Tolles Interview. Den Tageseinblick mit Bildern zu gestalten finde ich klasse.
    LG Kerstin

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  3. Hallo Meike,

    ein toller und informativer Beitrag, den ich sehr gerne gelesen habe.

    Die Bücher sowie die Live-Lesung der Autorin werde ich mir mal näher anschauen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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