Dienstag, 10. Mai 2016

[Rezension] Maresi - Das Lied der Insel

Maria Turtschaninoff - Maresi, Das Lied der Insel


Bibliografische Angaben

Titel: Maresi - Das Lied der Insel
Autor: Maria Turtschaninoff
Seiten: 240
Verlag: Heyne
Reihe: The Red Abbey Chronicles #1
Originaltitel: Maresi
Erscheinungsdatum: 09.05.2016
ISBN: 978-3-453-31699-7
Preis: 12,99€ (Paperback)


Klappentext

In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai – helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken – einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ...

Rezension

Die Geschichte um die Protagonistin Maresi, ihre Freundin Jai und ihr gemeinsames Leben in der roten Abtei bringt viele tolle Aspekte mit sich. Eine Geschichte über Mut, Hoffnung & Freundschaft, aber Angst, Unterdrückung und Sorgen.

Die Frauen, die die rote Abtei bewohnen führen ein sehr besonderes Leben. Sie sind mehr oder minder abgeschottet von der Außenwelt, es sei denn es muss notwendiger Handel getrieben werden um die Insel mit Lebensmitteln zu versorgen oder eine neue Novizin kommt ins Kloster. Männern ist das Betreten der Insel nicht gestatten, denn die Schwestern & Novizinnen widmen ihr Leben der Urmutter und Mondgöttin.
Doch vor seiner Vergangenheit kann man sich nicht verstecken und so wird durch die Ankunft der neuen Novizin Jai das Leben im Kloster auf die Probe gestellt.

Insgesamt geht die Geschichte meiner Meinung nach eher ruhig von statten. Es gibt definitiv Spannung und auch einige Szenen bei denen man dringend schnell weiterlesen möchte um zu wissen was passiert, es wird jedoch auch viel Wert auf den Alltag und das Leben der Novizinnen und Schwestern allgemein gelegt. Dies hat mir allerdings auch gut gefallen, da man sich so toll in das Leben in der roten Abtei hineinversetzen kann und versteht was mit Maresi & Jai geschieht.

Dafür dass das Buch nur 240 Seiten umfasst werden viele wichtige Themen bzw. Werte übermittelt. Selbst auf diesen doch eher wenigen Seiten machen die Protagonisten eine starke Entwicklung durch und eine Dinge lassen sich, trotz des Fantasy Anteils, direkt in unsere Welt übertragen. Die Not der Mädchen, als sie angegriffen werden, als Fremde in ihre für sicher gehalten Umgebung eindringen ist fast greifbar und absolut überzeugend. Auch wenn die Beziehung zu den Göttern bzw. ihre Bedeutung für mich nicht von Anfang an klar war, bekommt man im Verlauf ein gutes Gefühl für deren Bedeutung. Ähnlich wie Jai kann man sich im Verlauf immer besser zurechtfinden und mit Maresi die Grenzen dessen was man zu erkennen glaubte überschreiten.

Auch das Cover passt toll zum Buch, da zu allem was man dort sieht ein direkter Bezug hergestellt werden kann, so etwas gefällt mir immer besonders gut!

Ich denke, dass es insgesamt eine tolle Geschichte ist, die dem Leser einen Ausflug in eine Welt ermöglicht welche so weit ab von allem zu sein scheint, und doch nicht dafür gefeit ist von außen berührt zu werden. Man hat das Gefühl man befindet sich in fremden Spähren und doch scheint alles irgendwie real zu sein. Maresi ist auf jeden Fall eine Lesereise wert!

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