Freitag, 25. März 2016

[Rezension] Das Haus


Richard Laymon - Das Haus


Bibliografische Angaben 

Titel: Das Haus
Autor: Richard Laymon 
Seiten: 288 
Originaltitel: Allhallow's Eve
Erscheinungsdatum: 08.03.2016
ISBN: 978-3-453-67648-0
Preis: 9.99€ (TB)

Klappentext

Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ...

Rezension

Das Buch klingt nach einer "typischen" Halloweengeschichte finde ich. Ein gruseliges Haus, eine Party und ein Killer der die Party platzen lässt. Ich war schon auf den brutalen Grusel und Splatter gespannt, den man von Filmen die einen solchen Inhalt haben kennt, aber das Buch war dann doch anders als der Klappentext mich vermuten lies. 

Was mich sehr überrascht hat, der Teil der wirklich während der Party spielt ist doch eher gegen Ende angesiedelt, was nicht heißen soll, dass es vorher nicht schon gut losgeht....an Schockern und Brutalität mangelt es dem Buch jedenfalls von Anfang an nicht. Das Sherwood Haus scheint eine Art Eigenleben zu haben, die Frage ist nur, wer oder was steckt wirklich dahinter? 


Wie häufig bei Laymon geht es ja eigentlich gar nicht wirklich darum herauszufinden wer der Übeltäter ist, sondern sich ordentlich zu gruseln und beim Lesen immer schneller zu werden weil man auf den nächstes Schreck wartet. Diesen Effekt fand ich bei "Das Haus" leider nicht so stark, aber es schwingt die ganze Zeit über eine gewisse Bedrohlichkeit in der Geschichte mit. Man hat keine Ahnung von wem man eine böse Tat erwarten könnte und von wem nicht oder wen es als nächstes erwischen könnte. 

Die Personen sind alle etwas schräg wie ich finde. Die Jugendlichen sind zwar teilweise einfach normale pubertierende Teenager und doch hat man das Gefühl, dass sie extremer sind. Laymon spielt mit den Vermutungen der Leser wer als nächstes einen "Fehltritt" machen könnte, wer ausrastet oder die Kontrolle verliert. Über diesem liegt eben die unangenehme Präsenz des Spukhauses, das man immer irgendwie im Hinterkopf behält. 

Insgesamt fand ich "Das Haus" auf jeden Fall spannend und das Ende hat mich, wie bisher immer bei Richard Laymon einfach nur fassungslos angeekelt zurückgelassen ... also Ziel erreicht, auch wenn ich die Handlung dazwischen aufgrund des Klappentextes ganz anders erwartet hätte. Es ist eben kein Splatter der in einem alten Haus spielt mit einem mysteriösen Killer, dies ist nur ein Teil des gesamten Grauens.

1 Kommentar:

  1. Liebe Meike

    Gute Besprechung. Ich denke, das Buch ist es wert, im Auge zu behalten.

    LG, Gisela

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