Sonntag, 7. Februar 2016

[Rezension] Winterkartoffelknödel

Rita Falk - Winterkartoffelknödel


Bibliografische Angaben 

Titel: Winterkartoffelknödel
Autor: Rita Falk 
Laufzeit: 5.03h 
Sprecher: Christian Tramitz
Reihe: Franz Eberhofer #1
Erscheinungsdatum: 01.04.2014
ISBN:  978-3-86231-360-0
Preis: 9.99€
Klappentext

Franz Eberhofer, vor kurzem noch ein angesehener Kommissar bei der Münchner Polizei, wird strafversetzt - ausgerechnet in sein niederbayerisches Heimatdorf. Dort treiben ihn zwar erneut seine stocktaube Großmutter und sein Beatles hörender Vater in den Wahnsinn, doch ansonsten geht es in seinem Leben eher beschaulich zu. Bis eines Tages eine Reihe von seltsamen Unfällen die Idylle stört und seinen kriminalistischen Ehrgeiz weckt. Franz Eberhofer ermittelt in seinem ersten Fall und entlarvt die heile Welt der Dorfgemeinschaft als trügerisch.

Rezension

Ein bayrischer Provinzkrimi, der mich eher mit seinem Humor und seinen Charakteren überzeugen konnte, als mit dem Kriminalfall an sich.

Vorab möchte ich sagen, dass Buch wird ja von Christian Tramitz gelesen wird, was dem ganzen auf jeden Fall noch etwas ganz Besonderes verleiht. Christian Tramitz liest das Buch ganz wunderbar im bayrischen Akzent vor was mich als Ostwestfalen teilweise schon einfach so zum schmunzeln bringt, es ist einfach super zum zuhören und bereitete mir allein deswegen schon viel Freude. 


Kommen wir zurück zur Story an sich. Franz Eberhofer wurde nach Niederkaltenkirchen strafversetzt und hat seit dem nicht mehr all zu viel Stress mit seinem Polizeidienst. Bis plötzlich Morde das kleine Dorf erschüttern, in dem Franz aufgewachsen ist. Er macht sich so gleich an die Ermittlungen, die an mancher Stelle wohl alles Andere als die übliche Polizeiarbeit sind. Mit dem Wolfi wird das ein oder andere Bier getrunken, der Ferrari & die Mützen mischen auch noch fleißig mit und wenn dann auch noch der Leopold vorbeischneit ist Chaos aber auch viel Spaß vorprogrammiert. 

Wie Eingangs schon erwähnt hat mich hier nicht der Kriminalfall an sich überzeugt, obwohl der definitiv auch einiges zu bieten hatte. Mich haben vor allem die Charaktere überzeugt die alle ihre Ecken und Kanten haben und meiner Meinung nach ganz wunderbar ausgearbeitet wurde. Man fühlt sich im Buch direkt angekommen und zuhause. Der Humor konnte mich ebenfalls begeistern, denn Franz Eberhofer nimmt sich manchmal selbst nicht ganz so ernst, aber wenn es darauf ankommt, kann er auch anders. 

Was den Erzählstil des Buches angeht, so kann ich sagen, dass es mir als Hörbuch wirklich gut gefallen hat. Die wörtliche Rede ist sehr umgangssprachlich und auch sonst ist das Buch vom sprachlichen her wohl kein Kunstwerk, aber es spielt in der Provinz mit einem wundervollen Dorfsheriff den man einfach sofort ins Herz schließen muss und genau so ist das Buch auch formuliert. Passt schon, kann ich da nur sagen. 

Ich kann mir vorstellen, dass es zum Lesen etwas gewöhnungsbedürftig sein kann, vorgelesen ist es allerdings wirklich ein Highlight und ich habe den zweiten Band direkt im Anschluss begonnen! 

1 Kommentar:

  1. Hey Meike,

    viele schwärmen ja so von der Reihe und als ich dann endlich mal den ersten Teil gelesen habe, war ich leider enttäuscht. Ich fands ziemlich langweilig und konnte auch mit dem Humor nicht so viel anfangen. Ich möchte es aber unbedingt nochmal mit dem Hörbuch versuchen, weil ich mir gut vorstellen kann, dass es einfach durch den Dialekt besser funktioniert.
    Oder aber ich schau mir den Film an, denn Sebastian Bezzel hat einfach diesen treudoofen Eberhofer-Blick total gut drauf :D

    AntwortenLöschen