Sonntag, 31. Januar 2016

[Rezension] All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven - All die verdammt perfekten Tage 


Bibliografische Angaben 

Titel: All die verdammt perfekten Tage
Autor: Jennifer Niven 
Seiten: 400 
Verlag: Limes
Originaltitel: All the bright places 
Erscheinungsdatum: 28.12.2015
ISBN: 978-3-8090-2657-0
Preis: 14.99€ (Paperback, Klappbroschur)

Klappentext

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Rezension

Von diesem Buch hört man ja momentan einfach super viel. Es wird definitiv gehypt und man hört super viel Gutes  und daher muss ich sagen, dass meine Erwartungen doch sehr hoch angesiedelt waren. Bis zu einem gewissen Punkt dachte ich, ich würde enttäuscht werden, aber dann kam doch alles ganz anders .... 

In diesem Buch treffen wir zwei junge Menschen, die wirklich sehr besonders sind. Sie lernen sich in einer Situation kennen, die alles andere als üblich ist. Finch und Violet lernen Dinge voneinander, wachsen miteinander und gehen gemeinsam neuen Wege. Ich muss sagen, dass mich die erste Hälfte des Buches noch nicht ganz überzeugen konnte. Die beiden kommen nur langsam in Bewegung und Violet fand ich durchaus wirklich nervig zeitweise. 
Etwa ab Seite 220 wurde es für mich dann aber deutlich besser und zum Ende wollte ich das Buch dann doch wirklich nicht mehr aus der Hand legen... das ganze bekommt einen Twist, der mich dann doch etwas unvorbereitet getroffen hat und ich konnte einfach nur noch staunen und musste das ein oder andere Tränchen verdrücken, einfach weil darum .. lest es selbst! 

Ich finde den Hintergrund wirklich super, auch wenn mich die Protas an mancher Stelle ein wenig genervt haben, im Ganzen verkörpern sie etwas, dass man gar nicht in eine einfache Schublade stecken kann. Sie sind besonders und vermitteln etwas, dass viele Menschen gebrauchen können. Sie kämpfen und scheitern, fallen und stehen wieder auf, gehen über ihre Grenzen und akzeptieren Dinge von denen sie nicht glaubten damit jemals umgehen zu können. Das Ende hat mich wirklich aus vielerlei Gründen beeindruckt die ich hier trotzdem nicht weiter ausbreiten möchte. 


Schnappt euch das Buch und lest es, lasst euch beeindrucken von etwas, was ihr so von dem Buch vielleicht nicht erwartet hätte. Jennifer Niven braucht keine Klischees und trifft doch den Nagel auf den Kopf, bei einem Thema, dass für viele wohl doch eher schwierig ist und häufig auf Unverständnis trifft. 

Zwei junge Menschen die sich am Abgrund treffen und dann zusammen "weiter" gehen, die eine Inspiration sein können, das Thema Selbstmord mit anderen Augen zu sehen, weniger übertrieben, weniger tabubelastet und einfach voller Gefühle und verdammt perfekter Tage.

Kommentare:

  1. Huhu Meike,

    dieses Buch hat mich vor allem auch mit dem Ende genauso beeindruckt wie dich. Es ist unheimlich berührend und ein paar Tränen verdrücken ist gut gesagt, das waren bei mir bestimmt mehr als nur ein paar. =') Wirklich schön, dass es dich zum Ende hin doch noch überzeugen konnte und es keine Enttäuschen für dich geworden ist. Als ich dieses Buch gelesen habe, war eben noch keine Rezension dazu draußen und deswegen bin ich komplett ohne Erwartungen an das Buch herangegangen und dafür war es wirklich ein Traum an einem Buch! =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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  2. Liebe Meike

    Ich habe das Buch auch gelesen. Ich bin schwer enttäuscht; muss dir aber Recht geben. Ab mehr als der Hälfte gefiel es mir besser. Insgesamt kann ich aber den Hype um dieses Buch nicht verstehen.

    Liebe Grüße, Gisela

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