Freitag, 20. November 2015

[Rezension] Der Rattenzauber

Kai Meyer - Der Rattenzauber 


Dieses Buch habe ich als Wanderbuch der lieben Aleshanee von Weltenwanderer bekommen :) 

Seiten: 370

Inhalt 

Im Jahr 1284 wird der junge Ritter Robert von Thalstein von seinem Herzog nach Hameln entsandt. Ein beunruhigendes Gerücht hat den Hof zu Braunschweig erreicht: In Hameln sollen hundertdreißig Kinder auf rätselhafte Weise verschwunden sein.
Robert muss feststellen, dass seine einstige Vaterstadt dem religiösen Wahn anheimgefallen ist. Ein angeblicher Ketzer wird grausam gefoltert, der Statthalter des Herzogs hält sich verängstigt in seinem Haus versteckt, und der geistliche Herrscher der Stadt sorgt sich lediglich um das große Mysterienspiel, das er auf einer gigantischen Bühne aufführen will.
Nur ein skurriler Italiener, Dante Alighieri, versucht, Robert zu helfen. Er erzählt von einem unheimlichen Rattenfänger, der die Kinder durch einen nahen Berg in die Hölle entführt haben soll. Und er gibt Robert den Hinweis, dass die junge Klarissenschwester Julia die ganze Wahrheit kennt – doch Julia hat ewiges Schweigen gelobt.

Rezension

Ich bin ja eigentlich gar kein Leser von historischen Büchern, aber für Kai Meyer wollte ich da unbedingt eine Ausnahme machen! 

Am Anfang hatte ich ein bisschen Startschwierigkeiten, da ich mich an den Schreibstil und auch die altertümlichen Beschreibungen erst einmal gewöhnen musste. Wir kommen mit dem Ritter Robert von Thalstein in Hameln an, mit der Mission das Rätsel um die verschwundenen Kinder Hameln zu lösen. 
Wie es für diese Zeit noch üblich ist, hat die Kirche einen großen Einfluss auf die Menschen und wer nicht gläubig ist, wird im schlimmsten Fall als Ketzer verbrannt. 
In Hameln lernen wir das Mittelalter also von seiner düstersten Seite kennen, denn die Stadt scheint mehr als nur ein Geheimnis zu bergen, dass mit der Zeit immer mehr an seinem eigenen Verstand nagt.

Die Story an sich hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Handlung sich nur im Kreis dreht und nicht vorwärts kommt. Der Ritter Robert versucht zwar immer weiter das Rätsel zu lösen, allerdings kommt erst etwa in der Mitte des Buches richtig Bewegung in die Sache. Alles wird mysteriöser und es scheint sogar fauler Zauber im Spiel zu sein. Das Ende ist, wie ich es von Kai Meyer kenne, spannend und konnte mich überraschen und alle losen Fäden zusammen führen. 

Ich denke dass das Buch mich daher nicht so überzeugen konnte, dass das Genre generell nicht 100%ig mein Thema ist die Story meiner Meinung nach nur schwer in Bewegung kommt und das Ende, wenn auch sehr spannend, doch ganz anders war als ich es erwartet hätte. 

1 Kommentar:

  1. Hallo, :)
    das Buch liegt noch auf meinem SuB und ein bisschen Respekt wegen des Genres habe ich auch.^^ Aber ich habe die Hoffnung, dass es trotzdem fantastische Elemente enthält, und freue mich dennoch. :) Ein überraschendes Ende klingt auf jeden Fall gut. ;)

    Liebe Grüße,
    Marina

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