Samstag, 21. November 2015

[Lesung] Erasmus Herold - Die Frau am Kreuz

Halli Hallo ihr Lieben, 

gestern Abend war es mal wieder Zeit für einen Abend mit buchigem Thema, denn ich bin spontan zur Lesung von Erasmus Herold gefahren! 

Bereits im Frühjahr hatte ich den Autor aus meinem Kreis getroffen und in einem kleinen Interview ein wenig kennengelernt, falls euch das interessiert, schaut gern einmal HIER vorbei oder besucht den Autor auf seine Website

Die Lesung fand im Café Verstärkeramt statt, ich war bisher noch nie dort, werde jetzt aber bestimmt bald mal wieder hingehen, da ich es wirklich wunderschön fand :)


In diesem Raum durften wir uns für die Lesung niederlassen um den Worten von Erasmus Herold zu lauschen, ein paar Knabbersachen und Spekulatius standen schon bereit und so konnte ich mich ganz der gemütlichen Atmosphäre hingeben und einen Milchkaffee schlürfen :)

Wir durften insgesamt 5 Kapiteln aus dem neuen Krimi "Die Frau am Kreuz" lauschen und noch einige zusätzliche Infos erfahren. 
Nun ist es ja so, dass in diesem Krimi nicht mehr die bereist bekannten Ermittler die Hauptrollen spielen sondern ein neue Komissar, nämlich Clemens Barsch, der von der Art her einfach noch einmal ein ganz anderer Mensch ist, als die Ermittler aus den vorherigen Bänden. An dieser Stelle sagte der Autor, dass er gern noch einmal in eine neue Richtung gehen wolle und sich daher ein neuer Charakter anbot. Clemens ist ein Mensch wie "du und ich", er hat seine privaten Problemchen und bekommt mit Marie Brettschneider eine neue, loyale Kollegin. Die beiden ergänzen sich und drehen sich umeinander und bilden daher ein toller Ermittlerduo. 
Der Bösewicht dieses Buches Artur Sokolow ist wirklich ein fieser Typ, er liebt zwar seine Familie, bei anderen Menschen hat er es jedoch nicht so mit Gefühlen und ist skrupellos, kalt und jähzornig. Artur ist wohl der fieseste Bösewicht, den Erasmus Herold bisher erschaffen hat. 
Ein paar bekannte Personen sind uns jedoch geblieben, so z.B. Gero Bernheiser als Clemens neuer Chef und auch der Forensiker Stefan Wagner ist wieder mit von der Partie. 


Ein weiteres Projekt, dass dem Autor sehr am Herzen liegt, ist die Zusammenarbeit mit Schulen. Es gibt in diesem Bereich zwei Herangehensweisen, zum einen können Lesungen in der Schule abgehalten werden, mit ein paar zusätzlichen Informationen zum Schreiben und den Tätigkeiten eines Autors. 
Im anderen Ansatz des Schulprojekts, wird einer der Krimis quasi als Schullektüre behandelt, dazu wird den Lehrer Material zur Verfügung gestellt und das Projekt soll ein bisschen weggehen vom typischen Frontalunterricht. Die Schüler dürfen eigenständige Projekte zum Buch ausarbeiten, wie z.B. das Nachstellen von Szenen um die Handlung besser zu verstehen und eigene Interpretationen zu wagen. Am Ende eines Projektes trifft sich die entsprechende Klasse/Stufe dann mit Erasmus Herold in Gütersloh um ein paar Tatorte aus dem Buch zu besuchen und festzustellen welche Beschreibung Realität ist und welcher Mauervorsprung vll in Wirklichkeit doch noch ein bisschen anders aussieht. 

Diese Projekte finde ich absolut genial, sowas hätte ich auch gern in der Schule mal gemacht ^^ 


Mir hat die Lesung wirklich wieder sehr gut gefallen, man bekommt noch einmal ganz andere Einblicke in das Buch. Ich hatte "Die Frau am Kreuz" ja bereits im Vorhinein gelesen und war bei den vorgelesenen Kapiteln trotzdem noch gespannt, auch wenn ich eigentlich schon wusste was im Folgenden passieren würde. 
Es gab die ein oder andere tolle Anekdote über den Schaffensprozess des Buches, bei der ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte, aber klar, es gibt einfach Dinge, die im Selbstversuch getestet werden müssen, bevor man sie im Buch verarbeitet. 
Erasmus Herold ist für mich ein sympathischer Autor, dem ich gern zuhöre und ich bin schon gespannt wie und wann es mit Clemens Barsch weitergehen wird!


Hier seht ihr noch einmal die 4 bisher erschienen Gütersloh Krimis :) 


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