Donnerstag, 8. Oktober 2015

[Rezension] Bannwald

Julie Heiland - Bannwald


Seiten: 352

Inhalt 

Ich hasse den Wald. Ich hasse ihn aus tiefstem Herzen. Er tut so, als wäre er mein Zuhause. Aber das ist er nicht. Er ist mein Gefängnis.

Sie können nicht töten – als Anhänger der weißen Magie erschaffen sie nur. Seit Generationen lebt der friedliche Stamm der Leonen gefangen im Wald, gewaltsam unterdrückt vom Stamm der mörderischen Tauren. 
Als die 17-jährige Robin auf den jungen Tauren Emilian trifft, ist sie sich sicher, dass er sie töten wird. Doch Robin gelingt es zu fliehen – scheinbar. Erst später wird ihr bewusst: er hat sie laufen lassen. Warum? 
Als Robin dann ein Reh mit der bloßen Kraft ihrer Gedanken tötet, ist sie zutiefst erschüttert. Was ist mit ihr? 
Robin trägt ein Geheimnis in sich, und es gibt nur einen, der davon weiß – ihr größter Feind.

Wie es dazu gekommen ist? Wie es immer zu so etwas kommt. Die Starken wittern die Macht und bezwingen die Schwachen. Wir, der Stamm der Leonen, sind Anhänger der weißen Magie. Die Magie der Natur. Wir heilen, wir erschaffen, wir tun Gutes. 
Die anderen, der Stamm der Tauren, haben sich der schwarzen Magie verschworen. Sie herrschen kaltblütig, sie vernichten, sie töten. Auch uns. Aber das werde ich nicht länger zulassen.

Rezension

Ob ich "Bannwald" von Julie Heiland jetzt eher als Dystopie oder doch eher als Fantasy bezeichnen würde, weiß ich selber gar nicht so genau, was ich aber sicher weiß, es hat mir wirklich gut gefallen! 

Am Anfang habe ich den "Hintergrund" oder vll besser gesagt das Szenario der Geschichte noch nicht so ganz durchblickt. Es gibt die Leonen und es gibt die Tauren, die mächtigen Tauren, die die freundlichen und friedliebenden Leonen in Angst und Schrecken versetzen. Dass diese Stämme auf die Sternzeichen zurückzuführen sind, wird irgendwann klar gestellt, wo sie so wirklich herkommen jedoch nicht, sie waren wohl einfach immer da ... zusätzlich zu uns "normalen" Menschen. Okay, das Konzept gefällt mir an sich wirklich gut, denn das ist ja meine liebste Form von Fantasy, wenn sie in unsere Welt "integriert" wird. 

Als ich dann Robin kennen lernte und in die Handlung abtauchte hatte ich am Anfang noch meine Schwierigkeiten. Zum Einen wegen der oben beschriebenen Unwissenheit und zum Anderen weil ich einfach ständig an Dark Canopy denken musste. Denn auch dort haben wir ja eine ähnliche Situation, dass der eigentlich böse das "gute" Mädchen laufen lässt... als ich mich davon dann einmal gelöst hatte konnte mich die Geschichte absolut überzeugen.

Es ist spannend und auch wenn man irgendwann gewisse Erwartungen an die nachfolgende Handlung stellt wird man überrascht und absolut zum Weiterlesen animiert, denn sind wirklich alle das, was sie zu sein scheinen?
Robin ist ein Mädchen, dass neben ihrem Leben im Stamm auch ganz normale, menschliche Probleme hat, wie zum Beispiel Jungs, die Frage wer man eigentlich selber ist und sein will, und wie man den Anforderungen der Erwachsenen um einen herum eigentlich gerecht werden soll. Diese Verbindungen haben mir sehr gut gefallen, da Robin dadurch einfach menschlicher wird und mir sehr sympatisch war. 
Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen und über den ein oder anderen möchte ich auch auf jeden Fall noch mehr Details erfahren! 

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, wenn man sich erst einmal an die Umgebung gewöhnt hat, denn die Schrift ist, meiner Meinung nach, eher groß und die Schreibstil angenehm aber auf der anderen Seite auch nicht besonders anspruchsvoll. 

Ich freue mich total auf "Blutwald" und werde bestimmt nicht mehr all zu lange damit warten, den zweiten Band der Reihe zu lesen :) 

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