Sonntag, 30. August 2015

[Rezension] Krähenmädchen

Erik Axl Sund - Krähenmädchen


Seiten: 480 

Inhalt 

Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche ... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergman, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, eher er selbst zum Monster wird?

Rezension

Von diesem Thriller hat man ja mittlerweile schon so einiges gehört, gutes wie schlechtes, daher möchte ich heute auch noch meine Meinung mit euch teilen :) 

Generell möchte ich auf jeden Fall erst einmal loswerden, dass ich Krähenmädchen auf jeden Fall sehr spannend fand und das Buch das Genre "Thriller" in meinen Augen absolut erfüllt. Es ist spannend geschrieben, man weiß nicht wem man wirklich trauen kann und die beschriebenen Morde sind so grausam, dass es mir kalte Schauer über den Rücken gejagt hat ... was das angeht also ein absoluter Volltreffer. 
Die Personen, fand ich allesamt ebenfalls sehr interessant und gut ausgearbeitet, die Kommissarin hat es nicht all zu leicht in ihrem Leben und in ihrem Job schon mal gar nicht, auch wenn die Autoren an dieser Stelle durchaus ab und an mal in die Klischeekiste greifen, konnte ich mich mir ihr gut anfreunden und habe sie gern im Buch begleitet. 
Weitere zentrale Personen sind Sophia & Viktoria, mit ihnen hatte ich am Anfang so meine Probleme, einfach weil ich ständig das Gefühl hatte, dass ich sie nicht richtig zu fassen bekomme und irgendetwas noch nicht ganz schlüssig ist...aber gerade dass macht in einem Thriller ja manchmal auch die Spannung aus. 

Was mich im Gesamten jedoch irgendwann ein bisschen gestört hat, so grausam die Morde auch sind, damit wird der Leser anscheinend noch nicht genug schockiert, wir haben noch Rückblenden zu einer Kindheit voll Misshandlungen und dann auch noch Ausflüge nach Sierra Leone zu Kindersoldaten zu ertragen ... das ganze fügt sich zwar irgendwie in ein Bild zusammen, aber ich hatte irgendwann einfach dass Gefühl dass ich gar nichts mehr aufnehmen kann.
So wie, wenn man den gleichen schrecklichen Bericht zum xten Mal im TV sieht, irgendwann lassen einen die Bilder mehr oder minder kalt ... (was schlimm genug ist), aber so ging es mir stellenweise auch in diesem Buch.

Was dann das etwa letzte 1/4 angeht, da wurde ich nun wirklich noch einmal überrascht, was die Bedeutung bzw. Entwicklung der einzelnen Personen angeht, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, auch wenn ich manchmal schon so ein Gefühl hatte .... insgesamt ein Ende dass mich quasi zwingt weiterzulesen, denn die Geschichte des Krähenmädchens ist noch lange nicht vorbei ...



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