Freitag, 17. Juli 2015

[Rezension] Der letzte Sprung

Roland Lange - Der letzte Sprung
 
Der letzte Sprung
 
Bevor ich mit der Rezi starte, erst einmal vielen Dank an den Prolibris Verlag für die Bereistellung des Buches und an den Autor Roland Lange, für die Beantwortung aller Fragen in der Leserunde =)
 
Seiten: 255
 
Inhalt
 
Nur noch wenige Tage bis zum Burgturnier in Nörten-Hardenberg. Da explodieren auf dem Gelände Molotowcocktails. Verbergen sich hinter dem Brandanschlag radikale Tierschützer, die mit gewaltsamen Mitteln auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen? Oder steckt noch mehr dahinter? Ist vielleicht sogar das Leben von Menschen in Gefahr? Die Veranstalter sind alarmiert.
Der Star des Turniers hingegen, der international gefeierte Spring­reiter Clément, zieht sich in sein Ferienhaus im Südharz zurück. Denn gerade erst ist seine Freundin in den Serpentinen hinunter nach Osterode tödlich verunglückt. Und es gibt immer mehr Hin­weise, dass sich hinter dem Unfall ein Mord verbergen könnte. Was ist los in der Reitsportszene?
Kommissar Behrends von der Northeimer Kripo wird eingeschaltet. Es trifft sich gut, dass seine Frau VIP-Tickets für das Burgturnier gewonnen hat. So hat er Gelegenheit, unbemerkt zu ermitteln. Mit Entsetzen begreift er, in welcher Gefahr Reiter und Publikum schweben. Wird er mit seinem Team die Katastrophe verhindern können?
 
Rezension
 
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Lokalkrimi der im Harz spielt. Vor der Kulisse des Burgturniers von Nörten-Hardenbeck geschieht ein Unfall der keiner gewesen zu sein scheint und Kommissar Behrend nimmt somit die Ermittlungen auf.
 
Der Prolog des Buches ist sehr spannend und hatte mich absolut überzeugt und neugierig auf das Buch gemacht, danach hatte ich jedoch erst einmal ein paar kleine Einstiegsschwierigkeiten.
 
Die eigentliche Handlung spielt 10 Jahr nach dem Prolog und man darf eine Weile vor sich hin schmoren und überlegen wo denn da wohl der Zusammenhang bestehen könnte, das hat mir gefallen, denn man will ja nicht sofort alles wissen ;)
Wir steigen mit Kommissar Behrend in die Ermittlungen an einem recht harmlos erscheinenden Autounfall ein, der dann immer weitere Kreise zieht und plötzlich haben wir noch eine Art Erpressung mit dabei, gewaltbereite Demonstranten und sogar verschieden mögliche Bösewichte. Außerdem wird noch ein Verbrechen im Bereich des Pferdesportes angedeutet, dessen Klärung auch dafür sorgte dass ich weiterlesen wollte. Allerdings hat das Buch für mich leider trotzdem keinen page-turner Charakter, weil es mich doch einfach nicht so sehr mitreißen konnte, wie ich es bei all diesen Möglichkeiten erwartet hatte, spannend ist es aber in jedem Fall.
 
Gegen Ende nimmt die Story dann wirklich an Fahrt auf und ich konnte es doch tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen, da es dem Autor gelingt die Spannung so rasant ansteigen zu lassen, dass die Handlung in meinem Kopf schon zu einem richtigen Film wurde und ich mir alles super vorstellen konnte. Der Fall an sich ist also definitiv lesenswert und spannend gemacht, der Autor schreibt spannend und gibt im Bezug auf den Fall an den richtigen Stellen die richtigen Hinweise, ein Krimi wie er sein sollte.
 
Warum ich jetzt trotzdem nur 3 Sterne vergebe?
Zum einen Weil ich mir den Effekt den ich im Finale des Buches hatte gern die ganze Zeit erlebt hätte, natürlich muss sich die Spannung zum Ende hin steigern, sonst wärs ja kein Finale, aber unterwegs hätte ich mir einfach noch den ein oder anderen überraschenden Moment mehr gewünscht.
Ein weiterer Grund für den Abzug ist schnell erklärt. Wo ist der Pferdesport? Da ist ein Pferd auf dem Cover und es wird mit der Kulisse des Turniers geworben, jedoch gibt es nur eine einzige wirkliche Beschreibung des Sportes dort, die mir im übrigen dann aber wirklich gut gefallen hat. Ich hätte mir da einfach etwas mehr gewünscht und im Bezug auf den Punkt "sauberer Reitsport" einfach noch ein paar mehr Hintergrundinfos. Ich weiß, es ist ein Krimi und kein Pferdebuch, aber wenn ich schon ein solcher Hintergrund gewählt, sollte er entsprechend einbezogen und beleuchtet werden.
Wie oben beschrieben, kann ich als Fazit sagen, dass ich wenn ich nur den Kriminalfall an sich betrachte, wirklich zufrieden bin und das Buch absolut weiterempfehlen kann, die meisten der Handlungen hätte man jedoch auch vor diversen anderen Großveranstaltungen spielen lassen können, was ein wenig schade ist!


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