Donnerstag, 23. Juli 2015

[Rezension] Bird Box - Schließe deine Augen

Josh Malerman - Bird Box 


Seiten: 320

Inhalt

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Rezension

Bird Box ist eine Dystopie der anderen Art. Es ist düster und bedrohlich, man wird jedoch gar nicht mal so genau aufgeklärt, in was für einer Welt man sich befindet, sondern taucht mit jeder Seite tiefer in die Geschichte ein und kann sich langsam ein Gesamtbild erstellen, von dem, was Malorie so fürchtet ...

Das Buch ist in zwei Zeitstränge eingeteilt, zum einen befinden wir uns mit Malorie im "jetzt", in ihrer aktuellen Realität in der die Welt wie wir sie kennen, eine andere ist. Denn Malorie fürchtet das Sehen, sie hat Angst etwas zu sehen, dass sie verrückt werden lässt, wie so viele andere Menschen ... desshalb begibt sie sich mit ihren Kindern auf die Flucht, in eine hoffentlich sicherere Zukunft ...
Der zweite Zeitstrang spielt in der Vergangenheit und beschreibt die Entwicklung der Welt zu ihrer aktuellen Situation und auch Malories Leben bis quasi zu dem Punkt an dem wir am Anfang des Buches eingestiegen sind.
Durch diesen ständigen Wechsel schafft es Malerman eine großartige Spannung zu erzeugen, da ich immer am liebsten bei beiden Strängen wissen wollte wie es weitergeht. Außerdem konnte ich mir als Leser so langsam aber Sicher ein Bild der Situation machen, die zwar jetzt spielt, aber doch so sehr von dem was Vergangen ist.

Das ganze Setting des Buches ist wie das Cover schon anmuten lässt sehr düster und hat für mich auch etwas bedrohliches Ausgestrahlt. Malorie lebt in Angst vor Etwas, von dem sie nicht einmal weiß was es ist, sie weiß nur, dass es die Menschen verrückt werden lässt wenn sie es sehen. Genau so geht es natürlich auch mir als Leser, ich weiß immer nur so viel wie Malorie und dadurch wird ihre Angst und ihre Sorge beinahe greifbar. Ab und An ist mir beim Lesen wirklich ein kaltes Schauer über den Rücken gelaufen und ich habe nur darauf gewartet, dass mir plötzlich jemand oder etwas von hinten auf die Schulter tippt...

Das Einzige was mir nicht ganz so gut gefallen hat ist, dass am Ende noch sehr viel offen bleibt. Malorie hat natürlich auch noch einiges vor sich und weiß nicht wie ihr geschieht und auch die Welt um sie herum hat sich natürlich nicht spontan gebessert, aber wenigstens einen Hinweis zu der ein oder anderen Frage aus der Vergangenheit hätte ich mir schon noch gewünscht.

Insgesamt kann ich das Buch aber absolut empfehlen, da ich es weitaus spannender fand als ich es erwartet hätte und ich einfach nicht mehr aufhören wollte zu lesen, als die Story mich erst einmal in ihren Bann gezogen hatte.

1 Kommentar:

  1. schöne Rezi :) Ich finde auch, der Geschichte würden ein paar Antworten doch sehr gut tun. Ist auch eins der wenigsten Bücher, dem ich es irgen übel nehmen würde, wenn es keinen zweiten Band gäbe. Das Ende kann man irgendwie nicht so stehen lassen.
    Kennst du den Trick schon mit dem Cover im dunklen? Das hat mich echt nachhaltig beeindruckt :D

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