Freitag, 26. Juni 2015

[Rezension] Girl on the train

Paula Hawkins - Girl on the train


Seiten: 448

Inhalt 

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse ...

Rezension

Dieser Thriller hat mich in mehrerlei Hinsicht begeistert und auch überrascht. 

So wirklich Erwartungen hatte ich eigentlich gar nicht an das Buch, eine Kollegin hatte es zu lesen begonnen und mich angefixt und ich wollte mich gern mit ihr austauschen, also begann ich mit "girl on the train". 

Was mich am meisten begeistert hat ist eigentlich, dass im Buch so an sich gar nicht mal so schrecklich viel passiert so in sich ganz nüchtern betrachtet und trotzdem ist das Buch ein totaler Pageturner.
Jeder der ab und an mal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kennt das Phänomen, man schaut aus dem Fenster, sieht etwas, macht sich deine Gedanken dazu, doch was wäre, wenn du plötzlich nicht mehr sicher weißt, was du vielleicht gesehen oder später getan hast?

Die Handlung des Buches wird aus 3 Sichten beschrieben, wir haben Rachel, die jeden Tag mit dem Zug fährt und mit ihrem eigenen Leben eigentlich schon genug Probleme hätte, wir haben Megan, die verschwunden ist und somit quasi eine Art rückblickende Sicht darstellt und wir haben Anna.  

Während die Geschichte so ihren Lauf nimmt, nehmen wir hauptsächlich am Leben von Rachel teil, sie ist verzweifelt und trotz ihrer Schwäche, oder vielleicht auch gerade deswegen eine sehr interessante Persönlichkeit, die man näher kennenlernen möchte und natürlich will man auch wissen, was sie vielleicht wissen könnte, wenn sie sich erinnern würde. 
Das hat dem Buch meiner Meinung nach etwas ganz besonderes verpasst, diese immer mitschwingende Unsicherheit, die schon eher zu einem Thriller passt und doch nicht so haarsträubend ist, dass man sich gruselt. 

Die 3 Sichten geben dem Buch dann noch zusätzlich Spannung, da die Wechsel & Sprünge von der Autorin klug gewählt wurden und immer dann auftreten, wenn man sie eigentlich gar nicht haben will, so zu sagen XD 

Das einzige was mich ein bisschen gestört hat, ist das Ende. Das werde ich natürlich nicht im Detail beschreiben, aber ich fand es einfach nicht ganz so gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte. Dafür, dass wir so lange darauf hin arbeiten herauszufinden, was es ist, geht es dann am Ende plötzlich doch alles sehr holter di polter und war für mich ab einem gewissen Punkt, dann auch einfach nicht mehr so überraschend. Schade! 

Insgesamt aber definitiv lesenswert und nicht unbegründet ein Bestseller in UK & USA ;) 


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