Mittwoch, 6. Mai 2015

[Rezension] Zerrspiegel

Zerrspiegel von Katja Montejano 


Seiten: 280

Inhalt

Ein brutaler Überfall stürzt das Leben der neunzehnjährigen Jazz in einen Abgrund voller Angst und Grauen. Gleichzeitig verschwinden ihre Mutter und Schwester - die Polizei steht vor einem schier unlösbaren Rätsel. Wurde die Familie Zielscheibe eines perversen Serienkillers oder steckt ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hinter dem schrecklichen Geschehen? Ein gefährliches Katz- und Mausspiel zwischen Jazz und dem wahnsinnigen Mörder beginnt. Sein Plan ist Rache! Ihr Plan ist, zu überleben!

Rezension

Eine kleine Vorabgeschichte zu diesem Buch. Ich habe es mir quasi nicht ausgesucht sondern habe es bei Lovelybooks gewonnen, ohne mich je dafür gemeldet zu haben. Das hat mich natürlich positiv überrascht, allerdings finde ich es auch ein bisschen komisch. Denn warum "verlose" ich denn ein Buch an Menschen, die gar nichts davon wissen? 
Naja, die PR Aktion is jedenfalls geglückt, denn ich rede mit euch jetzt ja auch darüber. Zum Dank an das Geschenk habe ich das Buch jetzt auch zeitnah gelesen und möchte es jetzt auch rezensieren. 

Bei Lovelybooks liegt das Buch relativ hoch im Kurs und viele haben ihm 4 bis 5 Sterne gegeben....dem kann ich mich leider nicht anschließen. 
Für mich hat das Buch eher 2 als 3 Sterne, da es mich einfach nicht wirklich überzeugen konnte. 

Die Grundidee des Thrillers klingt ja so erstmal ganz spannend und nach einer gruslig, actionreichen Story. Der Killer scheint auch wirklich brutal zu sein, denn er hat durchaus einen Hang zu pervers brutalen Arten mit seinen Opfern umzugehen, also daran mangelt es wohl nicht. 

Die Protagonistin Jazz ist eine besondere Person, denn sie hat das Asperga-Syndrom. Finde ich an sich gar nicht mal schlecht, so etwas in einem Buch einzubauen, wenn es denn dann toll gelungen wäre. Es wird zu dem Syndrom meiner Meinung nach nicht genug erklärt, es wird verdeutlicht, dass Jazz keine bildliche Sprache versteht, sondern alles wörtlich nimmt. Okay, soweit so gut, allerdings hat es mich dann gestört, dann in Passagen die (rein theoretisch) Jazz Gedanken entsprechen mit eben solchen Bildern gespickt sind. Was ja eigentlich gar nicht sein kann. Klar ist das für den Lesefluss und den Schreibstil schöner, aber mich hat es einfach ein wenig gestört. Ich hätte mir einfach gewünscht, dass aus diesem Thema mehr herausgeholt und gemacht wird, denn da liegt definitiv noch Potenzial. 

Auch die ganze Konstruktion war mir im Ende einfach nicht schlüssig genug...es löst sich zwar alles auf und macht natürlich auch Sinn, andererseits hat es mich einfach nicht überzeugen können. Ich möchte jetzt nicht Spoilern, deswegen kann ich nicht sagen was mich am Täter genervt hat, ohne ihn zu verraten, aber ich fand das Rachemotiv einfach nicht gut gewählt und hach...die ganzen Zusammenhänge haben mich einfach nicht überzeugt. 

Es wurde durchaus schon spannend, aber ein pageturner mit Gänsehaut ist dieses Buch für mich ganz sicher nicht, schade eigentlich. Wenn man nicht zu kritisch herangeht ist es aber schon ein Thriller den man sich zwischendurch mal schnappen kann...


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