Montag, 6. April 2015

[Rezension] Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

Simon Bartsch - Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte 


Seiten: 244

Inhalt 

Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet.
Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich.
Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?

Rezension

Als ich das Buch als Reziexemplar angeboten bekommen habe musste ich direkt an den Film "Vincent will Meer" denken, denn da geht es ja auch um das Tourettsyndrom und eine Reise durch die Weltgeschichte. Ein bisschen ist die Erinnerung auch das ganze Buch hindurch geblieben, was dem ganzen aber keine Abbruch getan hat. 

Jan und Laura sind wirklich ein sehr besonderes Gespann. Laura hat das Tourettsyndrom, was Jan ziemlich lustig findet und sich immer sehr über ihre kleinen "Vorstellungen" freut, Jan selbst ist auch bei einem Psychologen in Behandlung. Allerdings wurde mir lange gar nicht mal so deutlich, warum denn nun wirklich, er scheint einfach immer ein bisschen mit seinem eigenen Leben überfordert und nicht so richtig zu verstehen was sein Umfeld so von ihm erwartet. 
Die beiden im Duo sind eine spritzige Mischung die beim Lesen auf jeden Fall Spaß macht, man kann Jans Abenteuer vor seinem inneren Auge ablaufen sehen und auch beim Lesen lachen. Manchmal möchte man ihn allerdings auch einfach schütteln oder an die Hand nehmen und ihm ein bisschen helfen, je nach Lage... 

Das Buch liest sich wirklich sehr sehr locker und einfach weg, die sprachliche Gestaltung ist eher einfach gehalten, was aber auch super zu den Protas passt, denn schließlich wird die ganze Geschichte aus Jans Sicht erzählt und kommt dadurch sehr glaubhaft und lebendig rüber. 

Insgesamt hat mir das Buch auf jeden Fall ein paar lockere Lesestunden mit dem ein oder anderen Schmunzeln im Gesicht beschert, auch wenn mir der Bezug zum Tourettsyndrom teilweise etwas wenig war. Laura hat zwar ihre Ticks und irgendwann nach einiger Zeit wird das Syndrom dann auch mal namentlich genannt, aber mehr wird darüber dann auch nicht informiert, das finde ich ein bisschen Schade, denn wenn ein Buch quasi auf dem Thema aufbaut dürfte dies auch gern noch etwas mehr aufgegriffen und vertieft werden finde ich! 

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich glaube, das Buch wird mir auch gefallen :) Ich habe es ja bereits auf dem Kindle und hoffe, ich werde es bald lesen können.

    Liebe Grüße

    Diana

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  2. Also da ich auf Grund deiner Rezi schätze, dass das Buch mir auch gefallen könnte, hab ichs mir auch gekauft - kostet auch gerade nur 1€ fürs kindle und da konnt ich dann auch nicht widerstehen ;)
    Etwas schade finde ich zwar, dass das Tourett anscheinend nicht ganz so eine Rolle spielt, aber da du das Buch mit Vincent will Meer verglichen hast und ich den Film liebe, hoff ich mal das beste :)

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    1. Hey =)

      Ich bin gespannt wie es dir gefallen wird! <3

      liebe Grüße, Mikki

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  3. Hey,

    bei mir bleibt ja die Frage, wie man aus Versehen, eine Bank ausrauben kann. Selbst mit Tourette. ^^

    Deine Rezension macht auf jeden Fall Lust auf das Buch, klingt nach einer lustigen Lektüre für zwischendurch. Ich werde es mir auf jeden Fall merken!

    Gruß,
    Julia

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