Montag, 16. März 2015

[Lesung] Und ich richte ohne Reue - Erasmus Herold

Halli Hallo ihr Lieben, 

neulich hatte ich ja schon mal angekündigt, dass ich zur Nacht der Bibliotheken gehen wollte ... in meiner örtlichen Bibliothek gab es im Rahmen dieser eine Krimilesung mit Erasmus Herold.

Krimilesung an sich finde ich ja schon super, aber hier kommt noch als Zusatz dazu, dass der Autor aus meiner Umgebung kommt und seine Krimis auch in den Städchen und an Plätzen spielen, die mir größten teils bekannt sind, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! 


Die Lesung ging etwa eine Stunde lang und die Zuhörer durften 5 Kapiteln aus dem aktuellsten Werk von Erasmus Herold lausch "Und ich richte ohne Reue". Das Buch ist der dritte Fall für die Ermittlerin Sarah Berger die ihm ersten Band noch Gütersloh strafversetzt wurde und seit dem dort für die Polizei arbeitet! 

Zum Inhalt: 
Sarah Berger ermittelt in ihrem dritten Fall. Während 
 der Partner Ahmet Yilmaz in Gütersloh einen dubiosen 
 Baustellenmord übernimmt, begibt sich die Kommissarin 
 für eine Woche auf Weiterbildung nach Hameln. Kaum 
 das erste Seminar besucht, wird sie vom Leiter der 
 Akademie um Unterstützung gebeten. Schnell wird klar, 
 die Polizistin steuert auf eine unabwendbare Falle zu. 
 Ausgeklügelt verpackt. Atem raubend. Ohne Reue.

Jedes einzelne Kapitel hat mich sehr sehr neugierig gemacht, denn man bekommt aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Art und Weisen einen Eindruck von dem, was einem beim Lesen erwartet! 
Den ersten Krimi des Autors habe ich innerhalb eines Tages verschlungen und werde mir ganz bald auf jeden Fall auch diesen hier besorgen um weiter mit Sarah zusammen ermitteln zu können! 


Damit ihr euch ein bisschen vorstellen könnt, wem außer Sarah Berger ihr noch so begegnen könnt, wenn ihr zu diesem Krimi greift! 

[Alle der folgenden Informationen sind meinen Notizen aus der Lesung entnommen und keine wörtlichen Zitate]

Die Protagonisten: 

Sarah Berger - Ist die weibliche Hauptperson in den drei bisher erschienenen Krimis und wurde von einem kleinen Dorf strafversetzt nach Gütersloh und ermittelt seit dem dort. Die kann entschlossen und selbstbewusst sein, andererseits auch zurückhaltend und unentschlossen. 
Achmed Yilmaz - Sarahs Kollege hasst Ungerechtigkeit und kann für die wiederherstellung der Gerechtigkeit auch schon mal die ein oder andere Grenze überschreitet.
Gero Bernheiser - Leiter der Mordkomission in Gütersloh, auch er hat in Gütersloh einen neuen Arbeitsplatz gefunden und im Buch dürfen wir uns zusätzlich auf eine Parallelgeschichte über ihn freuen!
Jana Dorn - Konnten wir bereits im ersten Buch ein wenig kennen lernen, in diesem Teil dürfen wir ein bisschen mehr über sie erfahren und sie tritt weiter in den Vordergrund


Zwischen den einzelnen Vorleseabschnitten hat Erasmus Herold den Zuhörern noch ein paar spannende Hintergrundinfos zur Verfügung gestellt und auch Fragen beantwortet! 
Genau wie einer anderen Zuhörerin brannte mir die Frage unter den Nägeln, warum es ein Lokalkrimi wurde? 

Dazu erklärte uns der Autor, dass ja so gesehen jeder Krimi ein Lokalkrimi ist ... da es ja immer Menschen gibt die aus dieser Umgebung kommen [schlau oder? da hatte ich so noch nie drüber nachgedacht!]. In diesem Fall birgt der Krimi für die Leser aus der Region eben einen besonderen Charme und unser hübsches Gütersloh sei groß genug um glaubwürdig zu erscheinen, denn ein bisschen was sollte so ein Schauplatz ja schon zu bieten haben! Dabei sollen die Orte natürlich einen Wiedererkennungswert haben wobei Details wie z.B. Hausnummern frei erfunden werden ;) 

Was ich außerdem sehr spannend zu erfahren fand, mit welchem Ansatz Erasmus Herold bei seinen Krimis vorgeht ... dabei ist ihm nämlich besonders wichtig, dass wir Leser die Chance haben den Täter tatsächlich selbst zu ermitteln in dem wir ihn z.B. schon früh begegnen, die Polizei ihn aber nicht zu fassen bekommt, da er nicht mehr in der Stadt gemeldet oder an der Adresse nie anzutreffen ist!
Außerdem durften wir erfahren, dass die Tat an sich beim Schreiben eines Krimis natürlich wichtig ist, in den Augen des Autors aber das Motiv noch viel spannender ist, da hier ein glaubhafter Grund entscheidend ist um den Leser zu überzeugen ;)  Daher dürfen wir beim Lesen dem Täter auch ein wenig über die Schulter schauen um zu verstehen wie & warum alles passiert und wie oben beschrieben selbst ermitteln können! 



Im Anschluss an die Lesung durfte ich mich noch ein bisschen mit Erasmus Herold unterhalten, da sich einige Fragen schon in der Lesung beantwortet hatten lagen mir noch folgende Fragen auf der Zunge....

Was mögen sie beim Schreiben besonders und was eher weniger?

Daraufhin erzählte mir der Autor, dass ihm das Erschaffen von virtuellen Welten besonders viel Spaß macht, alles so anzulegen, dass der Leser mitgenommen wird. Ihm Spuren und Ferten auszulegen und ihm Informationen zum Täter zukommen zu lassen!
Schwierigkeiten dagegen verstecken sich im Umfang der Krimis und die damit verbundenen Anschlüsse der verschiedenen Kapitel und Handlungsstränge. Denn es sei immer eine Gradwanderung genug zu Schreiben damit der Leser versteht was passiert und der Handlung folgen kann, aber auch nicht zu viel zu schreiben, damit keine Langeweile aufkommt.

Wie & Wo schreiben sie? Haben sie einen festen Platz o.Ä?

Auf diese Fragen hin konnte ich erfahren, dass das wirklich Schreiben mit EDV Unterstützung erfolgt, da (wie wir Blogger es wohl auch kennen) die Korretur, das Ausbessern und Einfügen natürlich viel Einfacher ist! Außerdem ist man dank mobilen Geräten nicht an einen Platz gebunden und hat alles immer dabei. 
Skizzen, Ideen und Notizen sammelt Erasmus Herold aber auch noch auf dem Papier, denn mit Skizzen und Kritzeleien kann man schnell mal brainstormen. 

Haben sie selbst ein Lieblingsgenre oder Autor?

Was das Genre angeht lese er am liebsten auch Krimi oder aber Sience Fiction. Auf die Autorenfrage fiel der Name Fred Vargas, denn ihre Krimis hätten eine ruhige und faszinierende Art.

Was aktuelle Projekte angeht durfte ich ein bisschen über ein Projekt mit Schulen erfahren bei dem die Lesekompetenz junger Leute gestärkt werden soll. Dabei geht es um das gemeinsame Erarbeiten eines Krimis, wobei ein hohes Engagement der Lehrpersonen erforderlich ist, um alles in die Wege zu leiten und auf die Beine zu stellen. 
Zu Beginn des Projektes kommt Erasmus Herold zu den Schülern um ein bisschen über sich, seine Bücher und Krimis zu berichten, am Ende der Erarbeitungsphase der Schüler gibt es dann z.B. eine Lesung, eine Tour durch Gütersloh zur Tatortbesichtigung und auch Infornationen zu besonderen Schwerpunkten wie dem Schreiben an sich! 

Zu diesem Projekt, dass sich in meinen Ohren nach etwas ziemlich tollen anhört, bald kann ich euch dazu vielleicht noch ein paar mehr Infos zukommen lassen ;) 

Ich bedanke mich für den wundervollen Abend und die Zeit, die ich in der Bibliothek und mit dem Autor verbringen konnte! 

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