Sonntag, 16. November 2014

Rezension: Niemand liebt November

Antonia Michaelis - Niemand liebt November 


Seiten: 432

Inhalt

Schatten der Vergangenheit: ein Spiel um Leben und Tod.

Kurz vor Ambers sechstem Geburtstag verschwanden ihre Eltern auf unerklärliche Weise. Jetzt ist Amber, die eigentlich November heißt, 17 Jahre alt und glaubt, eine Spur zu haben. Doch was hat es mit dem Jungen auf sich, der in dem erleuchteten Zelt ein Buch liest, sich aber in Luft auflöst, sobald sie sich ihm nähert? Welche Ziele verfolgt der Kneipenwirt, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, und der immer für sie da zu sein scheint? Steckt er vielleicht sogar hinter den anonymen Drohungen, die sie erhält? Amber muss sich entscheiden: zwischen ihrer zerstörerischen Vergangenheit und dem Aufbruch in die Zukunft.

Rezension

Eine Geschichte, die schwer & melancholisch ist, herzergreifend und tiefschürfend, wortgewaltig und poetisch ... ich liebe es! 

November Lark hat bis jetzt alles andere als ein leichtes Leben gehabt, sie weiß nicht wo ihre Eltern sind, seit sie 6 ist, ist sie auf sich allein gestellt und schlägt sich so durch...immer an ihrer Seite, die Katze und ein Junge in einem Zelt. 
Als sie den Wirt des Bottled kennen lernt scheint ihr Leben ein bisschen mehr in Ordnung zu kommen, doch geht es wirklich eine bessere Bahn für November oder geht es nur auf eine andere Art und Weise schief? 

November ist eine junge Frau die mit beiden Beinen im Leben steht und doch stets strauchelt, sie ist verhält sich manchmal erwachsener als jeder Erwachsene und ist in anderen Momenten kindlicher als ein Kleinkind. Sie ist eine Persönlichkeit die manchmal selbst nicht so genau zu wissen scheint, auf was ihr Leben denn hinaus laufen soll und hat doch das eine Ziel immer fest im Auge. November steckt so dermaßen voller Widersprüche, dass sie für den Leser sehr faszinierend und verwirrend zugleich ist. Manchmal möchte man sie am liebsten schütteln und anschreien um sie im nächsten Moment zum Trösten in die Arme schließen. 

Der Schreibstil von Antonia Michaelis hatte mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Worte konnten mich direkt so sehr fesseln, dass ich einfach verzaubert wurde. Sie schreibt wortgewaltig, bildhaft, poetisch und einfach wunderschön. Die ganze Schwere & Melancholie der Geschichte scheint den Leser zwischenzeitlich beinahe zu erdrücken und trotzdem ist es einfach schön.
Vor jedem Kapitel begrüßt den Leser ein Gedicht, jedes einzelne hat mir unfassbar gut gefallen und dem Buch einfach noch mehr Besonderheit verliehen. Es scheint die Stimmung noch greifbarer zu machen und passt immer zu der aktuellen Atmosphäre und Situation von November und stimmt auf das neue Kapitel ein.

Das Buch ist für mich definitiv ein totales Highlight gewesen. Gerade, weil es mal etwas düsterer anmutet und doch einfach verzaubern kann. 


1 Kommentar:

  1. Hallöchen :)
    Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
    Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

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