Sonntag, 30. November 2014

Rezension: Buchland

Markus Walther - Buchland 


Seiten: 224

Inhalt

Das Buchland im Keller unter uns ist unglaublich viel mehr, als diese Aneinanderreihung von gefüllten Regalen. Dort findet man billige Klischees, abgedroschene Fantasien und halbe Wahrheiten direkt neben den großen göttlichen Ideen, die die Welt veränderten. Die ganze Kreativität der Menschheit.“ Dieses Antiquariat ist nicht wie andere Buchläden! Das muss auch die gescheiterte Buchhändlerin Beatrice feststellen, als sie notgedrungen die Stelle im staubigen Antiquariat des ebenso verstaubt wirkenden Herrn Plana annimmt. Schnell merkt sie allerdings, dass dort so manches nicht mit rechten Dingen zugeht: Wer verbirgt sich hinter den so antiquiert wirkenden Stammkunden „Eddie“ und „Wolfgang“? Und welche Rolle spielt Herr Plana selbst, dessen Beziehung zu seinen Büchern scheinbar jede epische Distanz überwindet? Doch noch ehe Beatrice all diese Geheimnisse lüften kann, gerät ihr Mann Ingo in große Gefahr und Beatrice setzt alles daran, ihn zu retten. Zusammen mit Herrn Plana begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das mysteriöse Buchland. Dort treffen sie nicht nur blinde Buchbinder, griechische Göttinnen und die ein oder andere Leseratte, auch der Tod höchstpersönlich kreuzt ihren Weg. Und schon bald steht fest: Es geht um viel mehr, als bloß darum, Ingo zu retten. Vielmehr gilt es, die Literatur selbst vor ihrem Untergang zu bewahren! 

Rezension

Ein Buch über Bücher, meistens ein guter Lesespaß von Charakteren zu lesen, die selbst so Buchverrückt sind wie der Leser.
In diesem Buch finden wir uns in einem Antiquariat wieder, dass mal wieder ein bisschen mehr Zulauf gebrauchen könnte. Genau darum holt sich Herr Plana die junge Beatrice in seinen Laden. Doch der Laden hat noch viel mehr zu bieten, als einfach nur ein paar Bücher ... einen ganzen Keller voll, Eigenleben inklusive. 

Die Grundidee des Buches hatte mir sehr sehr gut gefallen, eine Welt in der Bücher ein gewisses Eigenleben haben und ab und an mal etwas magisches passiert? Sehr gut! 
Die generelle Aufmachung des Buchlandes hat mich auch sehr angesprochen, es ist fantasievoll und magisch, ein bisschen Wirr und manchmal nicht ganz schlüssig. Die Beschreibungen des Autors machen es plastisch und man kann mit Herrn Plana und Beatrice durch verstaubte Gänge wandern und mit schier endlosen Fahrstühlen fahren. Es gibt Leseratten und Bücherwürmer, plötzlich erscheinende Hinweise und Möglichkeiten und sogar den Tod in Persona. 

Was mich jedoch ein bisschen gestört hat, ist die sich dann ergebende Haupthandlung des Buches. Was genau das ist, werde ich jetzt nicht verraten, dass dürft ihr selbst lesen. Ich persönlich fand den Zusammenhang mit dem Buchland und Ingos Büchlein an sich zwar schon schlüssig, andererseits ... ach .... ich weiß auch nicht, für mich hat es irgendwie einfach nicht zusammen gepasst. Ich hatte mir unter einer Geschichte in einem Land der Bücher einfach etwas anderes vorgestellt als ein solches Buch. Ja so kann man es vielleicht ausdrücken. 
Natürlich wurde dadurch auch ein wenig Spannung aufgebaut und die Handlung konnte mal ein bisschen Tempo aufnehmen und Wendungen erleben, 100% überzeugen konnte es mich im Mittelteil allerdings nicht. 

Insgesamt für mich also ein angenehmer Zeitvertreib mit einer fantasievollen Idee, die in meinen Augen jedoch inhaltliche Schwächen im Mittelteil hat.

1 Kommentar:

  1. Schade, dass eine so gute Idee dann anscheinend an der Umsetzung scheiterte :(

    LG

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