Sonntag, 5. Oktober 2014

Rezension: Im Hause Longbourn

Jo Baker - Im Hause Longbourn


Ich bedanke mich recht herzlich beim Knaus Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! 


Seiten:  448

Inhalt: 

Wiedersehen mit der Familie Bennet aus „Stolz und Vorurteil“ - Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft. Jo Baker erzählt Jane Austens bekanntesten Roman von einer ganz anderen Seite: der der Dienstboten. Und zeigt, dass deren Dramen jenen der Herrschaften in nichts nachstehen.

Rezension: 

Wer Stolz & Vorurteil mag, wird mit diesem Buch tolle Lesestunden haben!

Wie so viele andere bin auch ich ein Fan von Jane Austens "Stolz &  Vorurteil", doch wer sorgt eigentlich dafür, dass es bei den Bennets immer alles rund läuft und Jane & Elizabeth dann auch hübsch fertig gemacht sind um Mr. Bingley & Mr. Darcy gegenüber zu treten?

Das machen die Hausdiener der Herrschaften, doch auch diese haben ihre ganz eigenen Dramen und Liebeleien zu erzählen....in diesem Buch. 

Vorwiegend begleiten wir das junge Mädchen Sarah, die sich im Haus der Bennets die Finger wund arbeitet und eigentlich recht zufrieden ist, bis eines Tages ein junger Mann in die Dienste der Bennets genommen wird. Doch wo kommt er her? Was will er dort? Und wie soll Sarah denn nur mit dem hübschen Hausdiener der Bingeleys umgehen?

Mir hat diese Perspektive der Geschichte sehr sehr gut gefallen, man hat natürlich immer die Grundstory von Stolz & Vorurteil im Kopf, deren wichtige Eckpunkte natürlich auch aufgegriffen werden, doch bleibt es trotzdem alles neu und aufregend. Sarah hat viele Aufgaben, immer neue Herausforderungen zu bestehen und natürlich ihre eigene Gedankenwelt. Sie ist eine starke junge Frau, die man gern begleitet. 

Man hat einen Einblick in das früherer Leben der Dienerschaft und kann sich gut in das Leben der Zeit einfühlen und ist mitten drin, statt nur dabei. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, denn die Autorin beschreibt das Leben zur Zeit von Sarah & Co. schon sehr genau, lässt aber das weg, was wir alle dank der diversen Verfilmungen sowieso schon im Kopf haben und somit fügt sich alles ganz wundervoll zusammen! 

Ich empfehle das Buch jedem, der gerne mehr Zeit in der Welt von Stolz & Vorurteil verbringen möchte, ohne noch einmal die wohl bekannte Geschichte lesen zu "müssen". Denn auch wenn "Im Hause Longbourn" an "Stolz & Vorurteil" angelehnt ist, so ist es wohl eher ein Antippen als eine feste Stütze. Das Buch gibt eine wunderschöne, spannend, vielseitige, eigene Story her, die man auch ohen "Stolz & Vorurteil" zu kennen einfach verschlingen kann! 



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