Freitag, 27. Juni 2014

Rezension: Irrtum 5,8

Sara More - Irrtum 5,8


Seiten:  552

Inhalt: 

Am 6. April 2009 machte L'Aquila weltweit Schlagzeilen: Ein schweres Erdbeben erschütterte die Stadt in Mittelitalien, machte Zehntausende über Nacht obdachlos und forderte 309 Todesopfer. Eine Welle der Hilfsbereitschaft, auch aus Deutschland, erreichte die Region. Die Autorin Sara More macht die Katastrophe zum Ausgangspunkt ihres Fact-Fiction-Romans "Irrtum 5,8 - Trümmer von L'Aquila" und beleuchtet die Hintergründe. Ein einzigartiger Roman, der den Leser mitreißt und die Katastrophe hautnah miterleben lässt. Eine genau recherchierte Tatsachen-Rekonstruktion einer angekündigten Tragödie - mit umfangreichem Rechercheverzeichnis. Mit dem Vorwort des Lokalchefs der Zeitung "il centro" in L'Aquila, Giustino Parisse.

Rezension: 

Dieses Buch ist kein reiner Roman, sonder eine Mischung aus Fact & Fiktion. Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass mir diese Kombination nicht gefallen bzw. mich beim Lesen verwirren könnte, aber dem war zum Glück gar nicht so!

Der Stil liest sich super flüssig, durch den Kursivdruck der Fakten weiß man auch immer genau woran man ist. 

Mir gefallen beide Teile sehr gut, die Fiktiven Sachen passen sehr gut zum Rest und alles fügt sich sehr gut zusammen, hat eine gewisse Spannung und ist natürlich vor allem sehr schockierend. 
Denn im Verlauf der Geschichte werden immer mehr verstörende Verschwörungen & Enthüllungen aufgedeckt, die wirklich sehr unglaublich erscheinen. 
Doch trotz dem ganzen Spannung und der Schocker hat das Buch mich nicht komplett packen können ... ich will jetzt nicht sagen, dass es mir auf die Nerven gegangen ist, aber doch irgendwie hat es sich zumindest für mich irgendwann einfach unendlich gezogen ... es is schon klar, die Ermittlungen von Karina gehen eben nicht hoppla hopp, und ja das Schicksal all der Menschen ist natürlich auch schlimm ... das finde ich auch alles sehr schlimm, traurig, schockierend und es hat mich wirklich berührt,  vor allem auch die Szenen von der Massenbeerdigung, die irgendwie Anonym und doch auch persönlich ist, aber ach ich weiß nicht ... irgendwann dachte ich einfach nur "ja, ich weiß, dass es allen schlecht geht, ja ich weiß, dass es nicht besser werden wird in naher Zukunft, ja ich weiß, dass irgendwas verheimlicht wird" .... und was es dann alles wirklich ist, das große, ganze Böse in seinen schrecklichen Einzelheiten .... das Erfahren wir gar nicht mehr ... es wird schon vieles klar, aber es wird eben auch einen zweiten Band geben ... und auch wenn das Ende (das schon noch eine Überraschung bereit hält ;) ) schon irgendwie passt, hat es mich alles in allem irgendwie so unentschlossen ist ... trotzdem definitiv sehr sehr Interessant und die Lesezeit Wert!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen