Freitag, 16. Mai 2014

Rezension: Das unerhörte Leben des Alex Woods

Gavin Extence - Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat


Vielen Dank an den Verlag und auch an BloggdeinBuch, für die Bereitstellung des Buches! :) 

Seiten:  480

Inhalt: 

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen. Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte. Darum ist Alex, als er fünf Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

Rezension: 

Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war ich absolut begeistert und hab mich tierisch auf die Lektüre gefreut, vor allem den letzten Abschnitt mit fand ich sehr vielversprechend ... leider muss ich sagen, hat das Buch meine Erwartungen nicht zu 100% erfüllen können ... 

Alex Woods ist ein sehr faszinierender Charakter, wenn man liest, merkt man gar nicht, dass es sich eigentlich um einen Jungen zw. 11 und 17 Jahren handelt. Er ist fasziniert von Wissen, immer Neugierig und bereit etwas neues zu lernen. Er gründet einen Buchclub, hilft einem alten Mann und trifft Entscheidungen, die wohl manchem Erwachsenen schwer gefallen wären ... ich mag ihn sehr und es macht generell auch Spaß ihn zu begleiten.
Allerdings finde ich, dass die Passagen, über das Wissen das Alex sich aneignet teilweise einfach viel zu lang sind ... klar ist es toll, zu erfahren was er lernt und wofür er sich interessiert, andererseits aber auch nicht so sehr wichtig für den Fortgang der Handlung ... der Autor kann sich über mehrere Seiten darüber auslassen, was Alex über einen winzig kleinen Umstand denkt und dabei kommt die Story an sich gar nicht voran .. dadurch musste ich mich zwischendurch wirklich überreden, das Buch weiterzulesen, weil es mich immer mal wieder schlichtweg gelangweilt hat .. 
Man kann aber bei all dem nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die generelle Botschaft im Buch wirklich sehr herzlich ist. Alex ist einem Mann, der sonst niemanden mehr hat ein wahrer Freund, er hilft ihm, bereitet ihm wieder mehr Lebensfreude und riskiert einiges für ihn. Aber auch Mr. Peterson ist ein toller Charakter, denn ich denke ohne ihn, und die verbundenen Umstände, wäre Alex nicht zu dem geworden der er ist und wahrscheinlich wäre die "Lektion" die im Buch steckt auch ausgeblieben. 

Insgesamt muss ich sagen, ist es ein tolles Werk, dass deutlich macht, dass manche Dinge ganz anders sind als sie auf den ersten undeutlichen Blick zu sein scheinen und dass Freundschaft wohl das höchste Gut eines Menschen sein kann. 
Die Schwächen des Buches liegen in den Längen ... es ist nicht direkt langweilig, aber ich denke ein bisschen abkürzen hätte man manche Stellen schon können, andererseits ist Alex eben so ... extrem wissbegierig und sehr genau ;) 
Die letzten 150 Seiten haben mir aber wirklich extrem gut gefallen und das Ende entschädigt definitiv. Also trotz allem Lesenswert und mal eine etwas andere Generationengeschichte! 

1 Kommentar:

  1. Mir ging es bei dem Buch genauso, aber im Großen und Ganzen fand ich es dann doch recht gut :) Eine sehr schöne Rezi hast du geschrieben und dein Blog ist auch wirklich schön, habe ihn gerade erst entdeckt. Vielleicht hast du ja Lust, auch mal bei mir vorbeizuschauen, ich würde mich total freuen <3

    Liebe Grüße,
    Livi ♥
    liviliest.blogspot.de

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