Freitag, 4. April 2014

Rezension: Bis unter die Haut

Julia Hoben - Bis unter die Haut


Seiten:  352

Inhalt: 

Es ist schwer, ein Geheimnis zu bewahren, wenn es auf dem ganzen Körper notiert ist ... Vor einem halben Jahr tranken Willows Eltern bei einer Einladung ein Glas zu viel und baten ihre Tochter, sie nach Hause zu fahren. Doch sie kamen niemals an. Willow verlor die Kontrolle über den Wagen und ihre Eltern starben vor ihren Augen. Jetzt ist Willow weggegangen von ihrer alten Schule, von ihren alten Freunden. Die Schuldgefühle jedoch erträgt sie nur, indem sie sich ritzt. Da kommt Guy in ihre Klasse, ein Junge, so sensibel und nachdenklich wie Willow selbst. Er entdeckt ihr gut gehütetes Geheimnis. Und durch seine bedingungslose Liebe lernt Willow, sich selbst zu vergeben und an sich zu glauben.

Rezension: 

Ich finde Bücher, die eine Thematik wie z.B. hier die Selbstverletzung haben sind immer ein bisschen schwierig. Es muss dem Auto gelingen, den schmalen grad zwischen zu kitschig und zu abgedreht zu finden, was wahrscheinlich nicht immer gelingt. 
Dieses Buch stellt meiner Meinung nach die Situation allerdings sehr gut da.

Willow finde ich ein interessantes Mädchen, sie hat eine schwere Zeit durchgemacht und reagiert darauf mich Ritzen. Die lässt den Leser erfahren, was in ihr vorgeht, wie sie empfindet und was sie bewegt ... ich kann ihren Standpunkt mehr als nachvollziehen und finde ihre Sicht auf die Dinge für ein solches Buch unglaublich gut gewählt ... man kann miterleben, wie Willow mit sich selbst kämpft, unsicher ist und selbst gar nicht so genau weiß, wieso, weshalb und warum. 
Sie entwickelt sich im Buch auf eine tolle Art, allerdings auch nicht zu heftig, dass alles irgendwie aufgesetzt wirkt. Natürlich gehört natürlich auch ein bisschen Kitsch dazu und im wahren Leben würde man wohl sagen, an manchen Punkt war sie einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Aber warum soll nicht jemandem, dem eine besonders schlimme Situation widerfährt nicht im Gegenzug auch etwas unnormal gutes passieren?! 

Der Lesefluss war für mich sehr angenehm, das Buch konnte mich 100% überzeugen und hat mich gefesselt, so dass ich es in 2 Tagen verschlungen habe ... am Schluss war ich sogar ein bisschen traurig, dass es vorbei war, ich hätte gern noch ein bisschen mehr Zeit mit Willow verbracht ;)

Besonders gut finde ich, dass sich dieses Buch mit einer Sache beschäftigt, die für Außenstehende nicht leicht zu verstehen ist, dass es aber auch eine andere "Heilung" gibt als den obligatorischen Gang zum Psychiater oder in die Klinik, denn manchmal wissen Menschen selbst gar nicht, warum sie etwas tun und vor allem, dass sie nicht nur sich selbst weh tun ... doch diese Erkenntnis zu erlangen, ist kein einfacher Weg ... emotional, realistisch, sympathisch <3

Kommentare:

  1. Das Buch klingt echt interessant. Ich glaube das sollte ich mir mal angucken.Mir gefallen Bücher die auch mal die "Schattenseite" des Lebens zeigen bzw. wie ist es mit Schicksalschlägen umzugehen & nicht nur die Highschoolpüppchen, die der Sportskanone hinterjagen. (Übertrieben gesagt :D)

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  2. Haha^^, ich musste gerade echt lachen, als ich deine Rezension gelesen habe: " Es muss dem Auto gelingen, den schmalen grad zwischen zu kitschig und zu abgedreht zu finden..." ;-P

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