Freitag, 14. März 2014

Rezension: Hansetochter

Sabine Weiß - Hansetochter 


Vielen Dank an BloggdeinBuch & den Bastei Lübbe Verlag für dieses Buch :) 

Seiten:  576

Inhalt: 

Lübeck 1375. Henrikes Welt bricht zusammen, als ihr Vater, ein angesehener Hansekaufmann, völlig überraschend stirbt. Zu allem Unglück übernimmt auch noch der ungeliebte Onkel ihre Vormundschaft. Als dieser auch die Geschäfte des Vaters an §sich reißt, keimt in Henrike ein schrecklicher Verdacht: Wurde ihr Vater etwa aus dem Weg geschafft? Wem kann sie noch trauen? Zum Glück steht ihr Adrian, ein junger Kaufmann aus Brügge, zur Seite. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche §nach der Wahrheit.

Rezension:

Mein erster richtiger historischer Roman und er hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht! 

Der Prolog macht direkt neugierig, den er kommt quasi wirklich mitten aus dem Buch, wie man dann beim Lesen feststellen kann, ist schon ein bisschen spannend aber auch verwirrend, ein super Lesestart! 

Die Story insgesamt ist gut durchdacht und interessant gestaltet, man erlebt den Großteil aus der Sicht von Henrike und später auch teile aus der Sicht ihres kleinen Bruders Simon. Dabei darf man sich immer wieder überraschen lassen, was das Schicksal noch für die beiden bereit hält, somit wird es nicht wirklich langweilig und man hat auch ein bisschen was zum rätseln. Man kann in die frühere Welt abtauchen und sich ganz auf das Buch einlassen. 
Henrike ist sehr sympathisch, sie entwickelt sich im Verlauf des Buches sehr stark und es macht Freude sie zu begleiten. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau, die einiges wegstecken muss und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt, egal welchen Schlag das Schicksal auch für sie bereit hält ... das finde ich eine tolle Art und man kann in ihr quasi ein bisschen eine "Vorbildfunktion" sehen :)

Der Schreibstil an sich hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, man lernt schon einiges über das Leben in der Hansestadt um 1375, bekommt einen Eindruck vom Handeln und Wirken eines Kaufmannes und was sonst zu dieser Zeit so Brauch & Sitte war! Man kann es sehr flüssig lesen, ich fand es sehr stimmig, dass auch immer wieder die alte Sprache oder sonstige zeitgenössische Begriffe verwendet werden. Falls man sie nicht aus dem Zusammenhang heraus versteht, kann man hinten im Glossar nachschlagen :) 

Zwischenzeitlich hatte ich allerdings, trotz all der guten Dinge ein bisschen Probleme dran zu bleiben, denn mit beinahe 600 Seiten ist das Buch natürlich nicht ganz so dünn und auch wenn es mir insgesamt sehr gut gefällt hatte es zwischendurch ein paar Längen ... nicht wirklich tragisch, aber daher nur 3 von 5 Sternen :)


Hier könnt ihr das Buch bestellen, wenn ich euch neugierig gemacht habe :) 

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