Montag, 28. Oktober 2013

Rezension: Die Chemie des Todes

Simon Beckett - Die Chemie des Todes 


Seiten: 430

Inhalt: 
Sterben kann ewig dauern … … aber der menschliche Körper beginnt kaum fünf Minuten nach dem Tod zu verwesen – und wird dann zu einem gigantischen Festschmaus für andere Organismen. Zuerst für Bakterien, dann für Insekten. Fliegen. Die Larven verlassen die Leiche in Reih und Glied, in einer Schlangenlinie, die sich immer nach Süden bewegt. Ein Anblick, der jeden dazu veranlassen würde, das Phänomen zu seinem Ursprung zurückzuverfolgen. Und so entdecken die Yates-Brüder, was von Sally Palmer übrig geblieben war ... Die Tote war Schriftstellerin, eine Außenseiterin in Devonshire. Verdächtiger Nummer eins ist der schweigsame Fremde im Dorf, ein Dr. David Hunter. Doch es stellt sich heraus, dass er früher Englands berühmtester Rechtsmediziner war, und die Polizei bittet ihn um Unterstützung. Gerade als seine Analysen zeigen, dass die Ermordete vor ihrem Tod tagelang gefoltert wurde, verschwindet eine weitere junge Frau. Eine fieberhafte Suche beginnt. Gleichzeitig bricht im Dorf eine Hexenjagd los. Der Pfarrer, ein knochiger Fanatiker, hetzt die Leute auf, und David ist Zielscheibe seiner Hasspredigten ...

Rezension: 
Die Chemie des Todes ist definitiv ein genialer Thriller, der nicht nur nach dem üblichen Schema abläuft. Am Anfang ist gar nicht klar, dass Dr. Hunter mit Polizeiarbeit in Verbindung steht und so sind die "Ermittlungen" umso interessanter, da man sich den ganzen langweiligen Polizeikram nicht mitbekommt, da Hunter aus seiner Perspektive erzählt und damit ja zum Glück nichts zu tun hat ... so hat man zwar Ahnung von dem was passiert, ist aber doch irgendwie ein Außenstehender und kann alles gut nachvollziehen. 

David Hunter ist sehr sympatisch und obwohl er der doch ein wenig der typische Charakter mit der düsteren Vergangenheit ist, ist das hier sehr interessant und nicht langweilig und nervig wie bei manch anderen ... das "Wissen" das David Hunter dem Leser anbietet ist gruselig und faszinierend zugleich, denn auch wenn man im jeden Thriller Beschreibungen von Leichen bekommt, hat man hier doch eine ganz andere Perspektive von dem was mit einer Leiche wirklich passiert ... eindeutig mal eine andere Idee! 

Die Handlung die sich um den eigentlichen Fall herum rankt finde ich ebenfalls sehr ansprechend, Hunter entwickelt sich während des Verlaufes weiter und auch wenn die Reihe weiter geht hat das Buch in sich einen Schluss und man kann es entspannt zur Seite legen :)

Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig, am Anfang hatte ich erst ein paar Schwierigkeiten rein zukommen, da man mit einer Beschreibung des Verhaltens von Maden an einer Leiche beginnt und damit erst einmal zurecht kommen muss, aber wenn man das geschafft hat bekommt man David Hunter vorgestellt und die Geschichte macht ein paar Andeutungen und kommt dann ziemlich schnell in Schwung, so dass man vom Buch gefesselt wird und definitiv spannende Lesestunden verbringen kann :)

1 Kommentar:

  1. Ich bin restlos begeister von diesem Buch und ich freue mich auch schon auf Kalte Asche.
    Deine Rezi find ich im Übrigen echt toll :D

    lieben Gruß

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