Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension: Bruderliebe

Stefanie Heindorf & Kathrin Lange - Bruderliebe 


Seiten:  304

Inhalt: 

Norddeutschland, Anfang des 19. Jahrhunderts. Allen Bemühungen ihrer fürsorglichen Stiefmutter Henriette zum Trotz verliebt sich Theresia in Sebastian von Langenthal. Selbst als Henriette Theresia immer mehr Steine in den Weg legt, gelingt es den beiden mit Hilfe ihres gemeinsamen Freundes Clemens, sich heimlich zu treffen. Doch Theresias Vater Konrad hütet ein dunkles Geheimnis. Als die Wahrheit ans Licht kommt, wendet sich Sebastian von Theresia ab. Keiner der beiden Liebenden ahnt, dass sie Opfer einer sorgfältig geplanten Intrige sind. Nur Clemens scheint noch auf ihrer Seite zu stehen. Kann er die Liebenden wieder zusammenführen? Bruderliebe erzählt das Märchen von Rapunzel neu. Aus der Liebesgeschichte zwischen Rapunzel und ihrem Prinzen wird ein düster-spannender historischer Roman um Intrigen, Zweifel und sogar Mord

Rezension: 

Wie im Klappentext bereits erwähnt, lehnt das Buch sich ein wenig an das Märchen von Rapunzel an, die junge Theresia wird von ihrer Stiefmutter mehr oder weniger in einem Turm eingesperrt und von der Männerwelt versteckt gehalten ... doch dann trifft sie bei einem Gottesdienstbesuch auf die Brüder der Familie Langenthal ... welch wundervolle doch auch sehr düstere Ereignisse dadurch ausgelöst werden würden, hätte wohl niemand gedacht ....

Ich finde die Atmosphäre des Buches von Anfang an sehr schön und man kann direkt in Theresias Welt eintauchen. Ich finde sie sehr sympatisch und liebenswert, ihre Stiefmutter passt genau in die Beschreibung die man sich wohl vorstellen kann ... alle Charaktere sind schön ausgearbeitet und man sie sich gut vorstellen.

Die Story ist immer mal wieder spannend, und auch wenn man die verschiedenen Seiten der Intrigen kennt, also sowohl die der Menschen, die sie aushecken, als auch die der unwissenden, ist die Handlung spannend und das Lesen macht Spaß. Da es sich um eine Märchenadaption handelt kann man sich natürlich auch bei argen Tiefschlägen beinahe sicher sein, dass das Buch schon noch zum Happy End kommen wird, jedoch bleibt man neugierig wie genau sich dieses denn wohl ausgestalten könnte ... oder ist vll am Ende doch nicht alles glücklich bis ans Ende aller Tage?!

Ein schöner historischer Roman, der sich nicht zu schwer lesen lässt, sprachlich gut an seine Zeit angepasst ist und gemütliche Lesestunden mit einem etwas veränderten Märchen-Klassiker beschert :)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen