Montag, 2. September 2013

Rezension: Das Puppenzimmer

Maja Ilisch - Das Puppenzimmer


Seiten:  375

Inhalt:

„Seine Stimme war leise und samtig, ein bisschen melancholisch. Bei den dunkel umrandeten Augen war auch kaum etwas anderes möglich. ‚Meine Schwester und ich sind auf der Suche nach einem Mädchen … Einem ganz besonderen Mädchen.‘“ London im Jahr 1908. Drei Wege führen aus dem Waisenhaus: der Tod, das Arbeitshaus oder eine Adoption. Als die junge Florence in den Haushalt der Familie Molyneux aufgenommen wird, kann sie eigentlich aufatmen – doch sie erkennt schnell, dass etwas auf dem prachtvollen Landsitz Hollyhock ganz und gar nicht stimmt. Warum darf außer ihr niemand das Zimmer voller alter Puppen betreten? Wieso kann sie dort manchmal Kinderlachen hören und manchmal ein Weinen? Und welches düstere Geheimnis bergen der gutaussehende Rufus Molyneux und seine eiskalte Schwester? Florence ahnt noch nicht, wie gefährlich Neugier sein kann – und dass nicht nur ihr Leben auf dem Spiel steht ... Ein Fantasy-Lesevergnügen: unheimlich, schaurig-schön und immer wieder anders als erwartet!

Rezension: 

Zu erst möchte ich mich wieder bei Blogg dein Buch und beim Dot Verlag für das ebook bedanken!
Bei dem Inhalt des Buches hatte ich erwartet, dass es eine spannd, gruselige Geschichte werden würde, in der die Puppen einen gruselig grausigen Hintergrund haben und das Buch in einem tollen Showdown endet … leider ist von all dem nichts passiert …

Zu Beginn der Geschichte ist die Atmosphäre düster und unheimlich, wie man sie erwarten würde, die Charaktere scheinen  alle etwas zu verbergen, sie wirken vielschichtig, man weiß nicht genau was man von ihnen halten soll und möchte mehr erfahren und tiefer hineinblicken! Im Verlauf der Geschichte, tritt man sich dann jedoch ein wenig fest, nach ca. 2/3 des Buches löst sich das große Geheimnis um die Puppen und Florence neue Familie und ab da, plätschert die Story eigentlich nur noch vor sich hin und der erhoffte Showdown bleibt komplett aus …

Was ich sehr schade finde, denn die Grundidee, hat wirklich fiel Potenzial für eine schaurig, schöne Geschichte, jedoch ist die Umsetzung leider ein wenig an dem extremen Fantasy-Einschlag gescheitert, denn auch wenn es in der Inhaltsangabe bereits angekündigt wurde, fand ich dann doch im gesamten alles etwas zu absurd um noch als wirklich schaurig durchzugehen.

Der generelle Lesefluss ist flüssig und die Sätze sind nicht zu kompliziert. Man kann dem Inhalt gut folgen, und es gibt nicht zu viele merkwürdige Verbindungen und komplexe Inhalte. Am Schluss bin ich nur noch mehr oder minder über die Seiten geflogen, da mich das Buch leider nicht packen konnte, und habe trotzdem noch die wichtigsten Dinge mitbekommen.

Das Cover finde ich sehr ansprechend, es verspricht eine tolle Story und das Mädchen auf dem Bild passt perfekt zu der weiblichen Protagonistin Florence, die Farben wirken sehr düster und geheimnisvoll. Dass ist wenigstens passend gelungen!

Insgesamt jedoch ganz okay, ich hatte nur eben eher einen Roman erwartet, der wirklich spannend ist, und etwas weniger Fantasy und mehr Realitätsbezug enthält, dass mit den Puppen etwas nicht stimmt, das zwar schon nicht „normal“ ist, aber eben auch nicht ganz so irreal.

Wer ein Buch sucht, dass ein bisschen gruselt, aber mehr Fantasy birgt, als eine übliche Krimi oder Thriller Story, der sollte zu diesem Buch greifen, denn ich würde es eher der Fantasy mit einem recht flachen Spannungsbogen zuordnen als allem anderen!

Hier könnt ihr euch das Buch dann noch auf der Verlagsseite ansehen, und es bestellen und herunterladen, wenn ihr euch selbst ein Bild vom Puppenzimmer machen möchtet ;)

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