Sonntag, 18. August 2013

Rezension: Das Schneemädchen

Eowyn Ivey - Das Schneemädchen


Seiten: 464

Inhalt: 

Mabel und Jack sind kinderlos geblieben. In dem Wunsch, neu anzufangen, ziehen sie als Siedler nach Alaska. Doch das harte Leben in der Wildnis setzt ihnen zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden ein verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand.

Rezension: 

Meine literarische Abkühlung der letzten Tage, ein Ausflug in die Wildnis Alaskas mit einem wundervoll liebenswerten Ehepaar, dass sich nicht mehr wünscht als ein eigenes Kind ... dieser Wunsch soll ihnen in der unerbittlichen Wildnis Alaskas wenigstens ein bisschen erfüllt werden ... ein Mädchen, dass mit ihrem wilden Fuchs durch die Wildnis stromert und doch irgendwie wie ein normales Kind ist ...

Die Beschreibungen der Landschaften im Buch sind wirklich schön, man kann es sich buchstäblich vorstellen, wie einem der bitter kalte Wind um die Nase weht und der Schnee leise fällt. 
Die beiden Protagonisten sind ein sehr liebenswürdiges Ehepaar, mit dem man mitleidet, sich freut und immer wieder sehr erleichtert ist, wenn das Mädchen sich bei ihnen Blicken lässt oder sie ihrem Ziel ihre Farm ans Laufen zu bekommen ein wenig näher kommen. 

Die ganze Geschichte wirkt ein bisschen wie ein Märchen, da sie sich ja auch an einem orientiert, aber trotzdem scheint sie mehr als nur einen wirklichen Kern zu haben und ist gleichzeitig fantastisch und doch greifbar. Als sich im Vorlauf alles ein bisschen mehr der Realität annähert war ich ein wenig verwirrt, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass das Schneemädchen einfach ein normales Leben führen kann ... das Ende hat mir dann aber wieder sehr gut gefallen, denn es ist nicht zu sehr abgeschlossen und überlässt es dem Leser, welche Zukunft er dem Ehepaar und dem Schneemädchen wünscht :) 

Insgesamt ist das Buch eine sehr schöne, phantasievolle Geschichte, die auch ein paar Höhepunkte hat und spannend ist ... noch eindrucksvoller ist das Buch allerdings wahrscheinlich wenn man es im Herbst/Winter liest und nicht bei 30° im Schatten ^^ 

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