Mittwoch, 17. Juli 2013

Rezension: Das Meer in dem ich schwimmen lernte

Franziska Fischer - Das Meer in dem ich schwimmen lernte


Seiten:  288

Inhalt: 

Mexico City eine Stadt voller Leben und voller Lärm, voller Menschen und Autos und vor allem eine Stadt weit weg von Ronjas Heimatstadt Berlin. Sechs Wochen in der Fremde liegen vor ihr, ihr Vater hat ihr das Flugticket geschenkt. Ronja lässt sich treiben durch diese volle Stadt, sie sucht keinen Anschluss, bis sie in Oaxaca einer anderen Reisenden, der weltgewandten Julia, begegnet, die sie unter ihre Fittiche nimmt. Julia und Ronja fahren an die Pazifikküste, wo Ronja zum ersten Mal im Meer badet. Dann kehrt Julia nach Deutschland zurück und Ronja ist wieder auf sich allein gestellt. Sie strandet in dem kleinen, touristenfernen Ort Ocelotlán. Dort hilft sie einer US-Amerikanerin bei einem Theaterstück, das diese mit jungen Mädchen aus dem Ort inszenieren will, ein Stück über Emigration, über die Suche nach einem Ziel. Ronja spürt, wie schwierig das Leben in diesem Land sein kann, wenn Hoffnungen und Träume weit entfernt sind, wenn alle glauben, das richtige Leben wäre woanders. Und schließlich ist da noch Ismael. Ismael mit den dunklen Augen. Er hilft Ronja dabei, die Kulisse für das Theaterstück umzusetzen, verhält sich ihr gegenüber distanziert und wortkarg, aber Ronja gibt nicht so leicht auf §Franziska Fischer erzählt in ihrem Debütroman Das Meer, in dem ich schwimmen lernte nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte, sondern zeichnet mit ihrer bildreichen Sprache auch ein eindrucksvolles Porträt Mexikos.

Rezension: 

Hast du Lust auf einen Roadtrip durch Mexiko? Dann schnapp dir dieses Buch und lass dich entführen! 

Ich habe dieses Buch einfach gelesen, weil ich den Titel so toll fand ... und er hat mir nicht zu viel versprochen ,.. Ronja ist eine 20 jährige Biologiestudentin, ein wenig auf der Suche nach sich selbst und eigentlich keine typische Backpackerin. Trotzdem ist sie 6 Wochen in Mexiko und als sie Julia  kennen lernt beginnt sie ihre Zeit dort zu genießen, lernt das Land kennen und reist schließlich auf eigene Faust weiter ... doch lange bleibt sie dabei nicht allein, den sie lernt den Schmuckkünstler Ismael kennen und sich von ihm sein Land zeigen ...

Mal abgesehen davon, dass ich Roadtrips generell sehr interessant finde und mich dann sofort das Reisefieber packt, war dieses Buch einfach genial! Ich bin ohne besondere Erwartungen an dieses Buch herangegangen, habe mich einfach hineinfallen lassen und es hat mich direkt verschluckt. Ich hatte das Gefühl immer an Ronjas Seite zu sein, zu sehen was sie sieht, zu erleben was sie erlebt. Ihr Reise ist abwechslungsreich und aufregend, aber an keiner Stelle wirklich unrealistisch, was mir besonders gefällt. 

Die Beschreibungen ihrer Wahrnehmungen sind wundervoll und dadurch, dass sie anstatt Fotos zu machen, von besonderen Orten und Momenten Zeichnungen anfertigt, weiß man sehr genau, welche Ereignisse sie besonders wichtig findet und bekommt vll noch einen anderen Blick darauf ...

Zwischendurch werden immer wieder spanische Wörter eingebaut, die im Glossar auch erklärt werden, finde ich sehr passend, vor allem da es am Anfang nur ein ganz paar sind und nachher mehr werden, weil Ronja ja auch ihr Spanisch verbessert und immer mehr dazu lernt. 

Das Ende ist nicht zu kitschig wie ich finde, zum Glück auch nicht völlig geschlossen sondern ein bisschen offen für eigene Ideen ... sehr treffend, denn wer weiß schon, was Ronja in der Zukunft noch vor hat ...?

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