Dienstag, 18. Juni 2013

Rezension: Ich.darf.nicht.schlafen

S.J. Watson - Ich darf nicht schlafen


Seiten:  464

Inhalt: 

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit? Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Rezension: 

Die Grundidee des Buches, von einer jungen Frau ohne Gedächtnis, und das jeden Morgen aufs Neue hat mich unglaublich fasziniert ... es muss schrecklich sein immer wieder diesen Schock zu erleben ... 

Am Anfang wird man mitten in den Morgen der Protagonistin geworfen und erlebt ihre Verwirrungen mit, da man selbst noch nichts vom Buch weiß, fühlt man sich genau wie sie, einfach nur verwirrt, verlassen und unwohl in der eigenen Haut ... die dadurch erzeugte Spannung bleibt im Buch vorhanden, denn zu Beginn bleiben viele Lücken ... nur ein mysteriöser Arzt der sie mit ein paar Informationen versorgt die ihr Mann ihr verschweigt streut erste Hinweise ... man beginnt sich langsam zu erinnern, deckt erste Unstimmigkeiten auf ... 

Der Schreibstil ist sehr passend für dieses Buch, bzw. die Situation der Protagonistin, vieles ist angehackt, manche Sätze sind wirr und wenn sie sich erinnert überschlagen sich die Wörter beim Lesen so sehr, wie sich ihre Gedanken überschlagen müssen .. das Buch ist sehr leicht zu lesen und macht Spaß! 

Im Verlauf ergeben sich immer mehr Ungereimtheiten, und plötzlich erinnert sich die Protagonistin an die Schlüsselszene ... ab diesem Moment hat das Buch für mich leider etwas nachgelassen, denn auch wenn noch nicht alles klar ist, wird das Ende doch recht vorhersehbar und nur teilweise überraschend, bei einer solchen Vorlage durch die Szene  fand ich das letzte Drittel des Buches ein wenig langatmig, jedoch trotzdem spannend und definitiv lesenswert! 

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