Sonntag, 21. Oktober 2012

Rezension: Der Tag ist hell, ich schreibe dir

Tanja Langer - Der Tag ist hell, ich schreibe dir


Inhalt (LB): 

Sie las Marx in einer Ökobäckerei, er war Vorsitzender einer großen Bank. Doch der Mann, dem Helen heute schreibt, ist lange tot. 1989 wurde Julius bei einem Attentat getötet, und Helen erinnert sich. Wie sie den Bankier als junge Frau kennenlernte, wie hell und leicht alles begann, wie er Karriere machte und sie sich durchs Studium kämpfte. Wie viele Briefe sie ihm schrieb und wie sich ihr Verhältnis immer wieder neu erfand. Wie der Tod brutal einschlug und wie Helen Journalisten, Zeitzeugen und Stasiakten befragte, um ihn zu begreifen. – Tanja Langer entfaltet den Roman einer unkonventionellen Liebesfreundschaft vor dem Hintergrund deutscher Zeitgeschichte. Eine packende Suche nach einem dramatischen Verlust.

Rezension: 

Eine Geschichte über die vielleicht ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer jungen Frau und einem mächtigen Bankier.
Helen und Julius lernen sich bei einer Talkshow kennen und sind sofort fasziniert voneinander, sie schreibt ihm Briefe, er ruft sie an, sie treffen sich immer dann, wenn es möglich ist. Die Unterhaltungen beschäftigen sich mit Literatur, Philosophie, Politik und anderen Dingen der Welt ... bis Julius eines Tages einem Attentat zum Opfer fällt ...
Die beiden Protagonisten waren für mich unglaublich interessant, Helen ist eine junge Frau mit großem Interesse für Literatur & Philosophie, Julius ein Bankier mit viel Einfluss... ihre Gespräche sind teilweise so tiefgängig und befassen sich mit so vielen Dingen, dass man manche Stellen öfters lesen muss, um wirklich alles in sich aufzunehmen. Am Anfang kam mir genau dies sehr anstrengend vor, doch mit der Zeit hatte mich das Buch gepackt und ich konnte beinahe nicht mehr aufhören zu lesen und wollte immer mehr erfahren und herausfinden, vor allem, da ich erst nach der dort beschriebenen Zeit geboren bin, wodurch alles natürlich vll noch ein gewisses Maß spannender ist ...
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven heraus erzählt und man muss sich beim Lesen durchaus darauf konzentrieren. Helen reist aufgrund ihrer Briefe zurück in die Vergangenheit, denn zu Beginn ist Julius schon längere Zeit tot, man erlebt mit ihr noch einmal ihre Gefühle und Gedanken, aber auch neue Empfindungen die sie wahrnimmt.
Es werden viele Dinge angeschnitten die ich gerne einmal in den entsprechenden Originalen der Philosophie nachlesen würde, sehr interessant.

Sicherlich keine leichte Kost, aber unfassbar spannend & interessant!






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