Mittwoch, 22. Februar 2017

Gemeinsam Lesen #85


Halli Hallo ihr Lieben, 

heute wird wieder gemeinsam gelesen!

Die Aktion wird von den Mädels von Schlunzenbücher veranstaltet, dort findet Ihr auch die anderen Teilnehmer :) 

Welches Buch liest du und auf welcher Seite bist du?

Ich lese momentan "Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun" von T.S. Orgel und bin auf S. 57.


"Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist."

Wie lautet der erste Satz deiner aktuellen Seite?

" "Wer hätte das gedacht", steilte Danil fest, und ein spöttisches Grinsen zuckte um seine Mundwinkel."

Was möchtest du aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich wollte das Buch eigentlich noch vor der Fantasywoche gelesen haben, weil ich ja das Autoreninterview hatte, aber ich habe es einfach nicht geschafft ... deswegen also jetzt nachträglich!

Der Einstieg ist mir zwar nicht wirklich schwer gefallen, aber er war auch nicht ganz so einfach wie ich es sonst schon mal hatte. Mir fällt es einfach immer ein bisschen schwierig mich in eine so komplett konstruierte Welt einzugrooven, aber bisher gefällt es mir auf jeden Fall und ich bin gespannt was mich noch alles erwartet und wann ich mich in Berun wirklich angekommen fühlen werde!

Karneval steht vor der Tür - yay or nay? Feiern oder Lesen? :)

Eigentlich bin ich ja wirklich absoluter Karnevalsfan! Obwohl ich glaube, dass es hier auch nicht viele Varianten gibt, entweder lieben oder hassen ... :D Dieses Jahr habe ich mir allerdings keinen Urlaub dafür genommen und hab geplant nicht loszugehen ... ich glaube ich brauche erstmal eine Pause vom Karneval .... aber wer weiß, vielleicht juckt es mich am Donnerstag doch noch in den Fingern ... aber ich denke eher nicht ... also dieses Jahr dann wohl eher nay und die Abende anders aber trotzdem schön gestalten ;) 

[Rezension] Was uns bleibt ist jetzt

Meg Wolitzer - Was uns bleibt ist jetzt


Bibliografische Angaben

Titel: Was uns bleibt ist jetzt
Autor: Meg Wolitzer
Seiten: 384
Verlag: cbt
Originaltitel: Belzhar
Erscheinungsdatum: 21.09.2015
ISBN: 978-3-570-16294-1
Preis: 17.99€

Klappentext

Jam durchlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt Reeve und für Jam macht das Leben keinen Sinn mehr. Ein Internat für traumatisierte Teenager soll helfen, und speziell eine exklusive Literaturklasse, der Jam zusammen mit nur vier anderen Schülern zugeteilt wird. Ihre Lehrerin, Mrs Q, gibt ihnen Tagebücher mit. Nichts Neues, denkt Jam, aber als die Jugendlichen dann wirklich nachts darin schreiben, geschieht etwas Unvorstellbares: Sie gelangen nach Belzhar, in die Welt ihrer eigenen Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Gierig saugt Jam die Zeit mit Reeve in sich auf. Doch mit jeder Seite nähert sich der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss. Ist sie bereit, ihre Zukunft zu opfern, um in der Vergangenheit glücklich zu sein, oder gibt sie der Zukunft eine Chance, sie noch glücklicher zu machen?

Rezension

Dieses Buch hat in mir so viele verschiedene Gefühl ausgelöst, dass ich gar nicht genau weiß wo ich anfangen soll! 

Ich hatte mich vor dem Lesen des Buches gar nicht genau mit dem Inhalt des Buches beschäftigt und war dann ein kleines bisschen überrascht als es das erste Mal nach Belzhar ging. Und doch hat mich dieser Aspekt des Buches einfach total fasziniert und mich sehr zum Lesen angespornt, aber gehen wir noch einmal zum Anfang zurück. 

Jam kommt nach Wooden Barn, da Sie den Tod ihrer großen Liebe Reeve nicht verarbeiten kann, was genau mit Reeve passiert ist, ist zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht klar und bleibt einen Großteil der Buches auch eher unbekannt, was ich für den Erhalt der Spannung ziemlich klug gelöst fand.
Jams Start in Wooden Barn ist ein wenig holprig, doch als Sie nach den ersten Tagen ein prägendes Erlebnis hat findet Sie Freunde in ihrem Kurs "Ausgewählte Themen der Literaturgeschichte" und ab diesem Moment sind sie ein ein geschworener Kreis, in dem jeder sein Päckchen zu tragen hat, von dem wir nach und nach erfahren.

Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Charaktere zusammen wachsen, sich gegenseitig ergänzen und wir über jeden erfahren, was ihn nach Wooden Barn gebracht hat. Jeder hat seine eigenen spannende Geschichte die mich fasziniert hat, vor allem auch die Episoden in Belzhar, die für die Jugendliche lehrreich sind und den Leser auch ein bisschen zum Denken anregen könnten. 
Jam entwickelt sich während der Geschichte weiter und auch die anderen machen Fortschritte die ich sehr sympathisch fand. Irgendwann hat es mir dann unter den Nägeln gebrannt zu erfahren was mit Reeve passiert ist. 

Als mir dann jedoch die  Lösung präsentiert wurde, habe ich kurz gedacht die Autorin wollte mich auf den Arm nehmen. Ich konnte einfach nicht glauben, dass das des Rätsels Lösung sein sollte ... als ich dann jedoch weiterlas, hat mir diese Wendung doch noch extrem gut gefallen. denn was auf den ersten Blick etwas lächerlich klang kann ein ernstes Problem sein und die erste Liebe ist eben nunmal etwas besonderes, was vieles im Leben beeinflusst und verändert.

Dieses Buch hat mich aufgewühlt und mitgerissen, mich enttäuscht und wieder aufgebaut. Man kann etwas lernen und Jam beobachten, wie Sie sich entwickelt und ihre eignen Erkenntnisse und Weisheiten sammelt um wieder einen Weg im Leben zu finden, für den es sich zu kämpfen lohnt. 
Trotz des kurzen Dämpfers kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen und lege es auch ans Herz, wenn ihr bereit für eine dramatische, schöne und einfach besondere Geschichte seid!

Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders

Arno Strobel - Tiefe Narbe


Bibliografische Angaben

Titel: Tiefe Narbe - Im Kopf des Mörders
Autor: Arno Strobel
Seiten: 368
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 26.01.2017
ISBN: 978-3-596-29616-3
Preis: 9.99€

Klappentext

Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint … 
Ein echter »Strobel« mit einer gewohnt starken psychologischen Komponente und dem toughen jungen Ermittler Max Bischoff, der sich in einem Fall beweisen muss, der ihn vor die größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere stellt.

Rezension

Der neue Thriller von Arno Strobel hat sehr stark angefangen, dann etwas nachgelassen, das Ende konnte mich dann aber doch wieder überzeugen.

Dieses Buch ist ja, soweit ich weiß, der Beginn einer mehrteiligen Reihe um das hier ermittelnde Team. Vorweg kann ich sagen, dass ich die beiden Ermittler bzw. vorwiegend natürlich Max Bischoff der ja unser direkter Hauptcharakter ist wirklich ganz sympathisch fand. Es ist wie für seinen Job notwendig natürlich nicht auf den Kopf gefallen und eine interessante Persönlichkeit. Er ist manchmal impulsiv und eckt bei seinen Kollegen an, kümmert sich aber auch sorgsam um Dinge und weiß wofür er einsteht. 

Was den Fall angeht, muss ich sagen, der Prolog hat mich auf eine Art und Weise einfach nur geschockt und ich musste nach diesen 3 Seiten schon einmal kurz durchatmen und darüber nachdenken, was für eine Szene der Autor mir da gerade vorgesetzt hat. Ich kann gar nicht so genau sagen warum, aber irgendwie fand ich die Szene einfach verstörend und war dementsprechend natürlich sehr gespannt auf den Fall. 

Allerdings hatte ich danach bzw. im Verlauf des Buches dann das Gefühl, dass die Handlung mich teilweise dann doch einfach nicht so richtig mitreißen konnte. Man kann jetzt nicht sagen, dass der Fall langweilig wäre, oder die Ermittlung auf der Stelle tritt oder etwas in dieser Art, aber ich fand es zwischendurch einfach nicht spannend genug. Gemessen an dem, wie sehr mich die Bücher von Arno Strobel sonst fesseln konnten. 
Auch kann ich nicht sagen, dass ich mit der Handlung an sich unzufrieden bin, es gibt den ein oder anderen Nebenstrang der toll gepasst und zur Haupthandlung beigetragen hat. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich die Ermittler total an ihrem Verdächtigen festgebissen haben wo ich mir dachte, dass das doch so einfach alles nicht sein kann ... wie gesagt, das Ende an sich hat mich dann auf jeden Fall noch überzeugen können und meiner Meinung nach auch gut zum Rest gepasst.

Insgesamt denke ich, dass das Buch für den Auftakt einer Reihe absolut in Ordnung ist, denn so bleibt noch Luft nach oben was die Gesamtspannung des Buches angeht und man kann neugierig bleibe, wie es nach diesem geschlossenen Fall, aber sonst durchaus noch anstehenden Entwicklungen von Max und Andeutungen am Ende noch auf uns zu kommt!